Beschreibung
Künstliche Intelligenz wird bereits umfassend im Sozial- und Gesundheitswesen genutzt, jedoch gibt es erhebliche Kritik an den Risiken, die durch verzerrte Datensätze und sexistische Algorithmen entstehen, da diese bestehende Diskriminierungen und soziale Ungleichheiten digital fortschreiben können. Daher sind Reflexionen und Kompetenzen im Bereich „KI und Gender“ entscheidend für eine verantwortungsvolle Forschung, Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien.
Um pflegende Angehörige zu unterstützen, beraten und zu entlasten, hat die Ostschweizer Fachhochschule (OST) eine Art Chatbot entwickelt und getestet, der bei der Suche und Auswahl passender Unterstützungsangebote vor Ort hilft. Die Projektleitung Prof. Dr. Heidrun Gattinger, Leitung des Instituts für Gesundheitswissenschaften OST, gewährt uns Einblicke in das schweizerische Pflegesystem und welche Schritte samt Fallstricke die Entwicklung eines
KI-gestützten Tools für die Beratung von pflegenden Angehörigen umfassen.
Gemeinsam diskutieren wir, in welchem Rahmen Geschlechteraspekte bei der Konzipierung, Entwicklung und Anwendung eine Rolle spielen und welche Chancen und Grenzen
KI-basierte Beratungsangebote im Bereich Soziale Arbeit und Pflege bieten.
Referentin: Prof. Dr. Heidrun Gattinger
Institut für Gesundheitswissenschaften, Ostschweizer Fachhochschule
Organisation
Dr. Julia Willrodt, Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity
der HAW Kiel, Projekt GARD – Gender in Applied Research & Development
Heikendorfer Weg 31, 24149 Kiel
E-Mail: julia.willrodt[at]haw-kiel.de
Das Projekt GARD - Gender in Applied Research & Development wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 01FP23G12 gefördert. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://www.haw-kiel.de/wir/organisation/zentrale-einrichtungen/institut-fuer-interdisziplinaere-genderforschung-und-diversity/gard-gender-in-applied-research-development/
Zielgruppe(n)
Die Online-Vortragsreihe richtet sich sowohl an Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen
als auch Forschende und Forschungsinteressierte aller Fachbereiche.