Im Digital Learning Campus (DLC) kannst du aktiv werden und Neues lernen. Du gestaltest deine Zukunft, dein Unternehmen und deine Region mit. Egal, ob du aus der Bildung, Wirtschaft, dem Handwerk, der Kultur oder Zivilgesellschaft kommst - hier lernst du wichtige Fähigkeiten für deinen Bereich. Du kannst neue Netzwerke aufbauen. Deine Ideen können Innovationen für die Wirtschaft und Gesellschaft in Schleswig-Holstein schaffen.
Der DLC ist das Bildungsnetzwerk für Schleswig-Holstein. Er besteht aus einer digitalen Lernplattform und Lernorten. Die Lernorte sind in Flensburg, Kiel, Heide, Itzehoe, Neumünster, Eckernförde, Elmshorn und Lübeck. Die Hochschulen und ihre Partner bieten dir dort vielfältige Lernangebote.
Der Digital Learning Campus ist mehr als ein Ort zum Lernen. Er bietet dir viele Möglichkeiten, um Kontakte zu knüpfen. Hier kannst du dich mit Menschen aus verschiedenen Bereichen austauschen und voneinander lernen. Gemeinsam könnt ihr neue Ideen zu Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Nachhaltigkeit, soziale Medien, Informatik und digitalem Design entwickeln. Außerdem lernst du spannende Menschen und Organisationen aus Schleswig-Holstein kennen. Wer weiß, was daraus entstehen kann! Eine lebendige Zusammenarbeit ist uns im DLC sehr wichtig.
Wir im DLC laden dich auf eine Lernreise ein. Du kannst dich mit anderen vernetzen, ihr könnt euch gegenseitig unterstützen und inspirieren. So entstehen wertvolle Verbindungen und Kooperationen, die euch voranbringen - für eure persönliche Entwicklung und die Zukunft eurer Region.
Hinter allem im DLC stehen Werte. Diese Werte bestimmen unser Lernen, unsere Zusammenarbeit und Sprache. Sie zeigen sich in der Offenheit für neue Ideen, in der Bereitschaft, gemeinsam Neues zu entdecken und im respektvollen Miteinander. Wer am DLC teilnimmt, merkt schnell: Diese Werte sind die Grundlage dafür, dass jeder sich einbringen, vernetzen und mit anderen wachsen kann.
Wir stellen dir die wichtigsten Werte für den DLC vor:
Der DLC wurde aus dem Bildungsministerium heraus seit 2018 in vielen Gesprächen und Analysen entwickelt, zum einen in intensiven Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern und vielen Expertinnen und Experten aus Hochschulen, Unternehmen, Ministerien und Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet, wobei der Stifterverband mit dem Hochschulforum Digitalisierung und dem KI-Campus eine besondere Rolle eingenommen haben. Beteiligt waren zweitens aber auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Studierende, die sehr genau wissen, wie Zukunft in den Bildungssystemen aussehen könnte und deren Impulse wertvolle Beiträge zur Konzeption des DLC geleistet haben. Und drittens bietet unter anderem LinkedIn bekanntlich ein heutzutage unverzichtbares tägliches Kaleidoskop an Diskussionen, Ideen und Initiativen, die insbesondere auch die internationale und unternehmerische Perspektive eröffnen und ebenfalls in den DLC eingeflossen sind.
Die grundlegende Konzeption des DLC wurde dann in einem breit angelegten Beteiligungsprozess vorbereitet: Wofür brauchen wir eigentlich den DLC? Welche Vorteile bietet er den verschiedenen Zielgruppen? Was wären jeweils deren Motive teilzunehmen? Muss es so komplex angelegt sein? All dies wurde in zahlreichen Kommunikationsforen und einer Befragung vertieft, ausgewertet und liegt bis heute in der ersten DLC-Studie vor: Ergebnisbericht DLC-Beteiligungsprozess
Eine Dynamik in der Umsetzung gewann der DLC mit der Aussicht auf Fördermittel aus dem Landesprogramm Wirtschaft, in dem ein solches bildungslastiges Programm bis heute europaweit ein Novum darstellt. Sind anwendungsorientiertes Lernen und Skilling wirklich relevant für die regionale Wirtschaft? Wird sich die Wirtschaft beteiligen? Die EU-Kommission hat dies im Ergebnis bejaht und den DLC als Flaggschiff-Projekt für Schleswig-Holstein definiert, was den aufwändigen Prozess der Richtlinienentwicklung eingeleitet hat: DLC-Richtlinie. Zusammen mit dem weiter erklärenden und begleitenden DLC-Handout bildet sie bis heute die Genetik des DLC ab, insbesondere in Abschnitt 1.1 sind zentrale Elemente ausformuliert.
Im Ergebnis sind im DLC verschiedene Ansätze kombiniert, auch als Antworten auf unterschiedliche gesellschaftliche Herausforderungen: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Digitalisierung und in ihrem Geleitzug viele neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und Augmented Reality, aber auch zunehmende gesellschaftliche Krisensituationen und das zunehmende Bedürfnis nach persönlicher und systemischer Resilienz und die dynamische Entwicklung auf dem Bildungsmarkt, in dem der Bedarf nach mehr individuellem, intelligenten und anwendungsorientiertem Lernen, bildungsbereichsübergreifenden Strukturen und einem leichtfüßigen Austausch insbesondere von jungen Menschen mit der regionalen Wirtschaft zwar nachgefragt werden, aber unter anderem auch in staatlichen Bildungsstrukturen oft nicht so schnell und dynamisch entwickelt werden können.
Mit der KMK-Veranstaltung„Future Skills an Hochschulen“ sind wir der bis heute akuten Frage nachgegangen, wie der Change in den staatlichen Einheiten vorangetrieben werden kann. Die Bereitschaft gerade der Studierenden ist sehr groß, die Beharrungskräfte der bestehenden Strukturen aber auch.
Im Ergebnis haben sich am Ausschreibungsprozess ab Februar 2023 alle Hochschulen mit Sitz in SH, viele gesellschaftliche Akteure, Unternehmen und regionale Wirtschaftsvereinigungen erfolgreich beteiligt. Sie haben sich in sieben Verbünden mit insgesamt 30 geförderten Partnern organisiert, die heute den zentralen DLC-Entwicklungshub und die sechs Lernort-Verbünde bilden und zusammen mit der landesgeförderten DLC-Geschäftsstelle die Visionen des DLC landesweit umsetzen werden.
Auf der Kickoff-Veranstaltung „DLC meets EU“ im März 2024 wurde mit Spannung erwartet, wie die EU-Kommission den DLC einordnen würde; mit dem Ergebnis, dass der DLC aus der Perspektive von Brüssel ein Hoffnungsträger ist, um zusammen die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen - jeder und jede von uns für sich ganz persönlich, aber zugleich auch als Innovatorin oder Innovator für das freiheitlich-demokratische System und für die Zukunftsfähigkeit unserer regionalen Wirtschaft und Bildungsinstitutionen.
Stefan Lemke, Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein (MBWFK), Referent für strategische Projekte zur digitalen Entwicklung von Forschung und Lehre in den Hochschulen, insbesondere Future Skills, Digital Learning Campus und KI-Professuren

Diskussionen unter DLC-Makern: Jochen Abke (Vizepräsident der TH Lübeck) im Gespräch mit Bildungsministerin Karin Prien, Christoph Jansen (ehem. Präsident Hochschule Flensburg) und Gabriele Gillessen-Kaesbach (Präsidentin der Universität zu Lübeck).