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It's Giving Mid. Ästhetiken der Mittelmäßigkeit

Das Seminar unternimmt eine begriffliche und kunsttheoretische Erkundung verschiedener Konzeptionen des Mittleren

Beschreibung

Das Mittelmäßige gilt als das, worüber es nichts zu sagen gibt. Es ist weder skandalös schlecht noch bemerkenswert gut. Dabei hat die Kunst der Moderne und Gegenwart das Durchschnittliche, Standardisierte und Klischeehafte immer wieder produktiv gemacht: vom Readymade über die serielle Wiederholung der Pop Art und der Auseinandersetzung mit dem Banalen bis zu Appropriation, Post-Internet-Art und der Kritik oder Affirmation von „schlechten„ Bildern der Gegenwart (Mean Images (Hito Steyerl), generische Bilder, Slop etc.).

Das Seminar unternimmt eine begriffliche und kunsttheoretische Erkundung verschiedener Konzeptionen des Mittleren, vom Standardisierten (Kulturindustrie) über das Stereotype und Klischeehafte, das “bloß Interessante„ (Sianne Ngai), bis hin zum Generischen und gegenwärtigen Urteilsformen wie „mid“, die vor allem im Netz eine Ausgestaltung und auch visuelle Ästhetisierung erfahren. Wie unterscheiden sich diese Begriffe, welche Diagnosen transportieren sie, und was verrät die Abwertung (oder strategische Aneignung) des Mittelmäßigen über die Wertordnungen des Kunstfelds?

(Theorielektüren werden mit Werkanalysen und Fragen der eigenen künstlerischen Praxis verschränkt.)

 

Zielgruppe(n)

Künstler*innen, Studierende, Kreative, Kulturinteressierte