Session-Dokumentation • Input • Deutsch

KI und Ko-Kreation im Klassenzimmer - Impulse für die Lehrkräftebildung

Cover-Bild für KI und Ko-Kreation im Klassenzimmer -  Impulse für die Lehrkräftebildung

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite wurden teilweise von KI generiert und können Fehler enthalten.

Wortwolke

KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

KI-generierter Inhalt

Kontext

Die Session thematisiert die Herausforderungen und Chancen der Lehrkräftebildung angesichts rasanter KI-Entwicklungen, Digitalisierungsanforderungen und Fachkräftemangels. Vorgestellt wird ein Kooperationsmodell zwischen Schulen, Hochschulen und Zivilgesellschaft, das Lehramtsstudierende und Lehrkräfte über ein Semester hinweg zusammenbringt. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Unterrichtskonzepten, Open Educational Resources (OER) und Fortbildungsformaten mit KI-Bezug. Der Ansatz begreift Wandel als lebenslangen Lernprozess und nutzt Druck als Innovationspotenzial, um digitale Souveränität und kritische KI-Kompetenz zu stärken.


Kernaussagen

1. Druck als Innovationspotenzial

  • Aktuelle Herausforderungen:
    • Bis 2035 fehlen laut KMK 27.000 Lehrkräfte in Deutschland.
    • Nur 60 % der Lehramtsstudierenden schließen ihr Studium ab (40 % Abbruchquote), u. a. aufgrund mangelnder Praxisnähe, hoher akademischer Anforderungen und unzureichender Studienorganisation.
    • Lehrkräfte stehen vor der Doppelrolle, selbst KI-Kompetenzen aufzubauen und diese an Schüler:innen zu vermitteln.
  • Lösungsansatz: Der Druck durch KI-Entwicklung und Fachkräftemangel wird als Katalysator genutzt, um digitale Souveränität, kritische KI-Kompetenz und offene Bildungspraktiken zu fördern. Historische Parallelen (z. B. die einphasige Lehrkräfteausbildung in den 1960er-Jahren) zeigen, dass ähnliche Herausforderungen bereits früher bestanden – allerdings unter anderen Rahmenbedingungen.

2. Ko-Kreation vs. Kooperation

  • Kooperation: Zweckgebundene Zusammenarbeit, bei der Beteiligte gegenseitigen Nutzen anstreben (z. B. "eine Hand wäscht die andere").
  • Ko-Kreation: Gemeinschaftliche Gestaltung von Lernprozessen mit geteilter Verantwortung. Im Fokus stehen der Prozess selbst und die aktive Mitgestaltung aller Akteur:innen, nicht die Delegation von Aufgaben.
  • Kontextabhängigkeit: Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist die klare Definition der Ziele (z. B. ob ein Projekt kooperativ oder kokreativ umgesetzt werden soll).

3. Bottom-Up-Modell der Lehrkräftebildung

  • Programmstruktur: Seit 2024 bringt das Modell pro Semester 10 Schulen und 20 Lehramtsstudierende zusammen, um bedarfsorientierte KI-Projekte zu entwickeln (z. B. Chatbots für Schulorganisation).
    • Beispielprojekt: An der Grete-Bergmann-Schule (Grundschule mit zwei Standorten) entwickelte ein Team aus einer Lehrkraft, einer Informatikstudentin und einer Lehramtsstudentin einen Chatbot namens "Kleine Greteel". Der Bot beantwortet FAQs (z. B. zu Unterrichtsorten oder Mittagessen) und entlastet das Sekretariat. Schüler:innen waren in die Entwicklung eingebunden, u. a. durch Feedback zu Sprache und Design.
  • Erfolgsfaktoren:
    • Bottom-Up-Prinzip: Projekte entstehen aus schulischen Bedarfen und sind an lokale Gegebenheiten angepasst.
    • OER-Praxis: Alle Projektergebnisse werden als Open Educational Resources veröffentlicht, inkl. Dokumentation von Quellen, Frameworks und Lessons Learned.
    • Prozessfokus: Die kurze Projektlaufzeit (ca. 10 Wochen) zwingt zu schnellen Ergebnissen, die als "Stein ins Rollen" für langfristige Weiterentwicklung dienen.

4. Wandel der Lehrerrolle durch KI

  • Verschiebung der Aufgaben:
    • Von der Erstellung zur Kuratierung: Durch den Überfluss an KI-generierten Materialien wird die kritische Bewertungskompetenz zentraler als die aktive Erstellung von Lehrinhalten.
    • Neue Kompetenzen:
      • Kritische Einordnung: Transparenz über den Entstehungsprozess von Materialien (z. B. Herkunft aus Schulbüchern, OER oder KI).
      • Prozessdesign: Gestaltung von Lernprozessen, z. B. wie Materialien geteilt und genutzt werden.
      • Mentoring/Moderation: Stärkere Fokussierung auf Begleitung und Diskussion im Präsenzunterricht.
      • Community Care: Partizipative Einbindung aller Stakeholder (Lehrkräfte, Studierende, Schüler:innen) in Entscheidungsprozesse.
  • Reflexion als Daueraufgabe: Kokreative Ansätze und KI erfordern kontinuierliche Reflexion über die eigene Rolle und die sich wandelnden Anforderungen.

5. Herausforderungen und Lösungsansätze

  • Theorie-Praxis-Transfer:
    • Hürden:
      • Unterschiedliche Zeitstrukturen (Semester vs. Schulhalbjahr) und Bewertungslogiken zwischen Hochschulen und Schulen.
      • Kulturelle Unterschiede im Wissensmanagement (z. B. Praktiken des Teilens von Materialien).
    • Lösungsstrategien:
      • Prozessorientierung: OER werden als lebenslanger Lernprozess begriffen, nicht als abgeschlossenes Produkt. Der Fokus liegt auf gemeinsamer Reflexion und Weiterentwicklung.
      • Transparenz: Klare Dokumentation von Projekten (z. B. Quellen, Rahmenbedingungen, Fehler) fördert Nachnutzbarkeit und Vertrauen.
      • Veranstaltungsformate: Transfercamps bringen Akteur:innen zusammen, um Materialien kollegial zu verbessern und sichtbar zu machen.

Fazit

Das vorgestellte Ko-Kreationsmodell zeigt, wie Druck in der Lehrkräftebildung als Innovationsmotor genutzt werden kann. Zentrale Handlungsempfehlungen:

  1. KI-Kompetenz als Querschnittsaufgabe: Lehrkräftebildung muss kritische Bewertungskompetenz, Kuratierung und Prozessdesign priorisieren – nicht nur Wissensvermittlung.
  2. Praxisnahe Bottom-Up-Projekte: Bedarfsorientierte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen schafft nachhaltige Lösungen (z. B. Chatbots, OER) und stärkt den Theorie-Praxis-Transfer.
  3. Prozesskultur etablieren: OER und KI-Projekte sollten als offene, lebenslange Lernprozesse verstanden werden, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.
  4. Transparenz und Community Care: Partizipative Formate und klare Dokumentation (z. B. von Entstehungsprozessen) erhöhen die Akzeptanz und Nutzbarkeit von Materialien.
  5. Historische Lehren nutzen: Erfahrungen aus früheren Reformen (z. B. der einphasigen Lehrkräfteausbildung) helfen, aktuelle Herausforderungen einzuordnen und Lösungen zu adaptieren.

Der Ansatz betont, dass Wandel nicht als abgeschlossenes Produkt, sondern als gemeinschaftlicher, reflexiver Prozess begriffen werden muss – mit allen Beteiligten als aktive Gestalter:innen.

Fragen & Antworten

KI-generierter Inhalt
Was ist der Unterschied zwischen Kooperation und Ko-Kreation?

Kooperation ist eine zweckgebundene Zusammenarbeit, bei der Beteiligte gegenseitigen Nutzen anstreben. Ko-Kreation hingegen ist die gemeinschaftliche Gestaltung eines Lernprozesses mit geteilter Verantwortung, bei der der Prozess selbst im Fokus steht und Aufgaben nicht einfach delegiert werden.

Wie verändert KI die Rolle der Lehrkräfte?

Die Rolle verschiebt sich von der aktiven Erstellung von Lehrmaterialien hin zu einer Kurationsrolle, in der die kritische Bewertungskompetenz und die Einordnung von Materialien zentral werden. Zudem rücken Mentoring, Coaching, Prozessdesign und die Moderation im Präsenzunterricht stärker in den Vordergrund.

Welche Herausforderungen gibt es beim Theorie-Praxis-Transfer zwischen Hochschulen und Schulen?

Es gibt Schwierigkeiten bei der Abstimmung von Zeitstrukturen (Semester vs. Schulhalbjahr) sowie unterschiedliche Bewertungslogiken und Kulturpraxen im Wissensmanagement, insbesondere beim Teilen von Materialien.

Wie wird das Bottom-Up-Modell der Lehrkräftebildung konkret umgesetzt?

Pro Semester bringen 10 Schulen und 20 Lehramtsstudierende zusammen, um bedarfsorientierte KI-Projekte zu entwickeln, wie zum Beispiel den FAQ-Chatbot 'Kleine Greteel'. Die Ergebnisse werden als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht, inklusive einer Dokumentation über Quellen und Lessons Learned.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
100%
mindmap
  root)KI und Ko-Kreation im Klassenzimmer(
    ["Druck als Innovationspotenzial"]
      ["Fachkräftemangel als Katalysator"]
      ["KI-Entwicklung fördert digitale Souveränität"]
    ["Ko-Kreation vs. Kooperation"]
      ["Gemeinsame Gestaltung von Lernprozessen"]
      ["Geteilte Verantwortung aller Akteur:innen"]
    ["Bottom-Up-Modell der Lehrkräftebildung"]
      ["10 Schulen + 20 Studierende pro Semester"]
      ["OER-Praxis und Prozessfokus"]
    ["Wandel der Lehrerrolle durch KI"]
      ["Von Erstellung zu Kuratierung"]
      ["Kritische Einordnung und Mentoring"]
    ["Herausforderungen und Lösungsansätze"]
      ["Theorie-Praxis-Transfer"]
      ["Transparenz und Community Care"]