(Wie geht) Zukunftsbildung (?)
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Der Vortrag thematisiert die Herausforderungen und Chancen der Lehrkräftebildung im Kontext unsicherer Zukunftsszenarien. Wanda Möller stellt ein didaktisches Design vor, das Futures Literacy als Grundlage für future consciousness in der Lehrkräftebildung operationalisiert. Ziel ist es, Kompetenzen wie Ungewissheitstoleranz, Selbstwirksamkeitserwartung und Zukunftsbewusstsein bei Lehramtsstudierenden zu stärken. Der Fokus liegt auf der Frage, wie Lehrkräfte auf eine ungewisse Zukunft vorbereitet werden können, in der sie bis 2070 unterrichten und Schüler:innen auf ein Leben bis 2126 vorbereiten sollen.
Die vorgestellte Lehrveranstaltung zeigt, dass Futures Literacy ein wirksames Instrument sein kann, um Lehramtsstudierende auf die Herausforderungen einer ungewissen Zukunft vorzubereiten. Die Kombination aus methodischer Vielfalt, normativer Orientierung und Reflexion stärkt zentrale Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit und Zukunftsbewusstsein. Die Referentin betont die Gestaltungsmacht und -verantwortung von Bildung und plädiert dafür, diese bewusst einzusetzen – insbesondere in Zeiten, in denen Demokratie und Menschenrechte unter Druck stehen. Als Handlungsempfehlung lässt sich ableiten:
Grundsätzlich ist Lehrkräftebildung immer auch Zukunftsbildung. Kontrovers wird es jedoch bei der Frage, wie, warum und aus welcher Perspektive (Gegenwart oder Zukunft) gebildet wird und welche Elemente unbedingt erhalten bleiben sollten.
Die Referentin stellt die Frage, ob man Studierende mit realen dystopischen Entwicklungen (z. B. Verfehlung des 1,5°-Klimaziels) konfrontieren sollte oder ob man weiterhin idealtypisch plant, wobei sie die Gestaltungsmacht der Bildung betont, um mündige Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Future Skills sind konkrete Kompetenzen für absehbare Herausforderungen. Future Skills Literacy ist die Fähigkeit, mögliche Zukünfte zu antizipieren, während Futures Literacy die systematische Auseinandersetzung mit multiplen Szenarien umfasst, um proaktiv Handlungsoptionen zu entwickeln.
Die Referentin vermutet, dass dies an der Komplexität des Backcasting-Ansatzes liegen könnte, bei dem versucht wird, etwas zu planen, das eigentlich unplanbar ist.
mindmap
root)Zukunftsbildung in der Lehrkräftebildung(
["Lehrkräftebildung als Zukunftsbildung"]
["Unterrichten bis 2070, Wirkung bis 2126"]
["Zukunft als unbekannte Herausforderung"]
["Grundlegender Bestandteil der Ausbildung"]
["Kontroverse Zukunftsdebatten"]
["Polarisierung durch Trends/Gegentrends"]
["Irreversible Entwicklungen (Klimawandel, Rechtspopulismus)"]
["Balance zwischen Dystopie und Utopie"]
["Futures Literacy"]
["Future Skills für konkrete Herausforderungen"]
["Antizipation multipler Zukunftsszenarien"]
["Normative Orientierung (Menschenrechte, Demokratie)"]
["Didaktisches Design"]
["Methoden: Lego Play, Szenariotechnik, Backcasting"]
["Human-AI-Collaboration für Feedback"]
["6-stufiger Ablauf: Analyse bis Reflexion"]
["Evaluationsergebnisse"]
["Anstieg der Selbstwirksamkeitserwartung"]
["Transformative Reflexion in Unterrichtsplanung"]
["Geplanter Transfer in Schulen/Futurium"]
["Fazit & Handlungsempfehlungen"]
["Gestaltungsmacht von Bildung betonen"]
["Curriculare Integration von Futures Literacy"]
["Vernetzung Hochschule-Schule stärken"]