Session-Dokumentation • Input • Deutsch

(Wie geht) Zukunftsbildung (?)

Cover-Bild für (Wie geht) Zukunftsbildung (?)

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite wurden teilweise von KI generiert und können Fehler enthalten.

Wortwolke

KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

KI-generierter Inhalt

Kontext

Der Vortrag thematisiert die Herausforderungen und Chancen der Lehrkräftebildung im Kontext unsicherer Zukunftsszenarien. Wanda Möller stellt ein didaktisches Design vor, das Futures Literacy als Grundlage für future consciousness in der Lehrkräftebildung operationalisiert. Ziel ist es, Kompetenzen wie Ungewissheitstoleranz, Selbstwirksamkeitserwartung und Zukunftsbewusstsein bei Lehramtsstudierenden zu stärken. Der Fokus liegt auf der Frage, wie Lehrkräfte auf eine ungewisse Zukunft vorbereitet werden können, in der sie bis 2070 unterrichten und Schüler:innen auf ein Leben bis 2126 vorbereiten sollen.


Kernaussagen

1. Lehrkräftebildung als Zukunftsbildung

  • Lehramtsstudierende, die aktuell ausgebildet werden, unterrichten voraussichtlich bis 2070 und prägen damit die Gesellschaft bis 2126.
  • Die zentrale Frage lautet: Wie kann Bildung gestaltet werden, wenn die Zukunft unbekannt ist?
  • Zukunftsbildung ist kein additives Thema, sondern ein grundlegender Bestandteil der Lehrkräftebildung.

2. Kontroverse und Ambivalenzen in der Zukunftsdebatte

  • Aktuelle Trends (z. B. Digitalisierung, Klimawandel) und Gegentrends (z. B. Neonationalismus, neue Männlichkeit) polarisieren die Gesellschaft.
  • Bildung muss beide Perspektiven integrieren, statt sie gegeneinander auszuspielen.
  • Es gibt bereits irreversible Entwicklungen (z. B. Verfehlung des 1,5°-Klimaziels, erstarkter Rechtspopulismus), die in der Bildung reflektiert werden müssen.
  • Die Frage lautet: Wie viel Dystopie oder Utopie ist in der Lehre vertretbar?

3. Futures Literacy als methodischer Ansatz

  • Future Skills: Konkrete Kompetenzen für absehbare Herausforderungen (vergleichbar mit BNE 1).
  • Future Skills Literacy: Fähigkeit, mögliche Zukünfte zu antizipieren und zu bewerten.
  • Futures Literacy: Systematische Auseinandersetzung mit multiplen Zukunftsszenarien, um proaktiv Handlungsoptionen zu entwickeln.
  • Normative Orientierung: Grundlage bilden universelle Werte wie Menschenrechte, Demokratie und Gleichheit.
  • Professionsorientierte Zukunftsbildung: Kombination aus den oben genannten Aspekten, um Lehrkräfte handlungsfähig zu machen.

4. Didaktisches Design des Seminars

  • Zielgruppe: Lehramtsstudierende im Bachelorstudium.
  • Methoden:
    • Legous Play: Erhebung individueller und kollektiver Zukunftsvorstellungen.
    • Quiz: Irritation durch Gegenüberstellung von Gegenwart und Science-Fiction.
    • Kausale Schichtanalyse: Analyse von Narrativen, Weltbildern und Mythen hinter Zukunftsthemen (z. B. Inklusion).
    • Szenariotechnik: Entwicklung alternativer Zukunftsszenarien.
    • Backcasting: Rückwärtsplanung von einer gewünschten Zukunft aus.
    • Human-AI-Collaboration: Nutzung von KI für Feedback zu Präsentationen, um Reflexionsprozesse zu unterstützen.
  • Ablauf:
    1. Perspektivöffnung (individuelle/kollektive Zukunftsbilder).
    2. Themenclusterung und Gruppenbildung.
    3. Tiefenanalyse mit kausaler Schichtanalyse.
    4. Entwicklung von Zukunftsszenarien und Backcasting.
    5. Präsentation und normativer Abgleich (Menschenrechte, Demokratie).
    6. Reflexion und Metavision & Action Lab: Individuelle Zielsetzung für die eigene Lehrtätigkeit.

5. Erste Evaluationsergebnisse

  • Quantitative Auswertung (Prä-Post-Vergleich):
    • Signifikanter Anstieg der lehrkraftbezogenen Selbstwirksamkeitserwartung (TSIS).
    • Keine signifikante Veränderung der Ungewissheitstoleranz – möglicherweise aufgrund der Komplexität des Backcasting-Ansatzes.
  • Qualitative Auswertung (Reflexionsportfolio):
    • Transformative Reflexionsprozesse bei Studierenden, insbesondere beim Transfer in die Unterrichtsplanung.
    • Stärkere Übernahme von Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft.
  • Geplante nächste Schritte:
    • Durchführung des Seminars im Futurium mit Schüler:innen, Lehrkräften und Studierenden.
    • Transfer in Schulen (Kooperationsangebot an Berliner Schulen).

Fazit

Die vorgestellte Lehrveranstaltung zeigt, dass Futures Literacy ein wirksames Instrument sein kann, um Lehramtsstudierende auf die Herausforderungen einer ungewissen Zukunft vorzubereiten. Die Kombination aus methodischer Vielfalt, normativer Orientierung und Reflexion stärkt zentrale Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit und Zukunftsbewusstsein. Die Referentin betont die Gestaltungsmacht und -verantwortung von Bildung und plädiert dafür, diese bewusst einzusetzen – insbesondere in Zeiten, in denen Demokratie und Menschenrechte unter Druck stehen. Als Handlungsempfehlung lässt sich ableiten:

  • Integration von Futures Literacy in die curriculare Lehrkräftebildung.
  • Förderung von Human-AI-Collaboration als Reflexions- und Feedbackinstrument.
  • Stärkere Vernetzung von Hochschulen und Schulen, um Theorie und Praxis zu verbinden.

Fragen & Antworten

KI-generierter Inhalt
Ist das Thema Zukunft in der Lehrkräftebildung eigentlich kontrovers?

Grundsätzlich ist Lehrkräftebildung immer auch Zukunftsbildung. Kontrovers wird es jedoch bei der Frage, wie, warum und aus welcher Perspektive (Gegenwart oder Zukunft) gebildet wird und welche Elemente unbedingt erhalten bleiben sollten.

Wie viel Dystopie oder Utopie ist in der Lehre vertretbar?

Die Referentin stellt die Frage, ob man Studierende mit realen dystopischen Entwicklungen (z. B. Verfehlung des 1,5°-Klimaziels) konfrontieren sollte oder ob man weiterhin idealtypisch plant, wobei sie die Gestaltungsmacht der Bildung betont, um mündige Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Was ist der Unterschied zwischen Future Skills, Future Skills Literacy und Futures Literacy?

Future Skills sind konkrete Kompetenzen für absehbare Herausforderungen. Future Skills Literacy ist die Fähigkeit, mögliche Zukünfte zu antizipieren, während Futures Literacy die systematische Auseinandersetzung mit multiplen Szenarien umfasst, um proaktiv Handlungsoptionen zu entwickeln.

Warum stieg die Ungewissheitstoleranz in der Evaluation nicht signifikant an?

Die Referentin vermutet, dass dies an der Komplexität des Backcasting-Ansatzes liegen könnte, bei dem versucht wird, etwas zu planen, das eigentlich unplanbar ist.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
100%
mindmap
  root)Zukunftsbildung in der Lehrkräftebildung(
    ["Lehrkräftebildung als Zukunftsbildung"]
      ["Unterrichten bis 2070, Wirkung bis 2126"]
      ["Zukunft als unbekannte Herausforderung"]
      ["Grundlegender Bestandteil der Ausbildung"]
    ["Kontroverse Zukunftsdebatten"]
      ["Polarisierung durch Trends/Gegentrends"]
      ["Irreversible Entwicklungen (Klimawandel, Rechtspopulismus)"]
      ["Balance zwischen Dystopie und Utopie"]
    ["Futures Literacy"]
      ["Future Skills für konkrete Herausforderungen"]
      ["Antizipation multipler Zukunftsszenarien"]
      ["Normative Orientierung (Menschenrechte, Demokratie)"]
    ["Didaktisches Design"]
      ["Methoden: Lego Play, Szenariotechnik, Backcasting"]
      ["Human-AI-Collaboration für Feedback"]
      ["6-stufiger Ablauf: Analyse bis Reflexion"]
    ["Evaluationsergebnisse"]
      ["Anstieg der Selbstwirksamkeitserwartung"]
      ["Transformative Reflexion in Unterrichtsplanung"]
      ["Geplanter Transfer in Schulen/Futurium"]
    ["Fazit & Handlungsempfehlungen"]
      ["Gestaltungsmacht von Bildung betonen"]
      ["Curriculare Integration von Futures Literacy"]
      ["Vernetzung Hochschule-Schule stärken"]