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Kompetenzentwicklung und -bedarfe für die digitale Modellhochschule

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

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Kontext

Die digitale Transformation stellt Hochschulen vor erhebliche Herausforderungen in der Personalentwicklung. Trotz Fortschritten in der Digitalisierung von Studium, Lehre und Forschung – insbesondere beschleunigt durch die COVID-19-Pandemie – bestehen weiterhin strukturelle Defizite, insbesondere in der Verwaltungsdigitalisierung. Die Studie „Digitalisierung der Hochschulen im deutschsprachigen Raum“ (HIS-HE) analysiert den Umsetzungsstand sowie zukünftige Kompetenzbedarfe basierend auf dem europäischen DigComp 2.2-Rahmen. Der Vortrag beleuchtet, wie Hochschulen auf dynamische Anforderungen reagieren können und welche Unterschiede zwischen Personalgruppen, Hochschultypen und Ländern bestehen.


Kernaussagen

1. Diskrepanz zwischen strategischem Stellenwert und Umsetzungsstand

  • Strategische Priorisierung: Die Digitalisierung genießt an Hochschulen einen hohen strategischen Stellenwert, insbesondere in den Bereichen Lehren und Lernen (89 % der Hochschulleitungen messen dem eine hohe Bedeutung bei) und Hochschulorganisation (81 %).
  • Umsetzungslücken:
    • Nur 57 % der Hochschulleitungen bewerten den Umsetzungsstand in Lehren und Lernen als „hoch“ oder „sehr hoch“ – trotz Verdopplung seit 2019 (29 %).
    • In der Verwaltung sehen lediglich 19 % einen hohen Umsetzungsstand (2019: 23 %), was auf gestiegene Erwartungen hindeutet.
    • Forschung (38 %) und Gesamtorganisation (27 %) liegen dazwischen.
  • Ländervergleich:
    • Österreich sticht mit 50 % hoher Umsetzungsquote in der Verwaltungsdigitalisierung hervor (Deutschland: 19 %, Schweiz: ~20 %).
    • In Lehren/Lernen und Forschung sind die Unterschiede zwischen den Ländern gering.

2. Pandemie als Katalysator – aber ungleiche Fortschritte

  • Die COVID-19-Pandemie beschleunigte die Digitalisierung in Lehren und Lernen massiv (Verdopplung des Umsetzungsstands seit 2019).
  • Verwaltung und Forschung profitierten weniger, wobei die Verwaltung sogar Rückgänge in der subjektiven Bewertung verzeichnet.
  • Hypothese: Die Erwartungshaltung stieg durch sichtbare Erfolge in der Lehre, während die Verwaltung hinterherhinkt.

3. Differenzierte Kompetenzbedarfe nach Personalgruppen

  • Wissenschaftliches Personal:
    • 82 % der Hochschulleitungen sehen hohen Bedarf im Umgang mit Daten/Informationen (z. B. Datenanalyse, -management).
    • 76 % fordern Problemlösungskompetenzen (z. B. digitale Tools zur Forschung).
    • 75 % betonen Kommunikation/Zusammenarbeit (z. B. kollaborative Plattformen).
  • Studierende:
    • 79 % Bedarf im Datenumgang, 72 % in Problemlösen.
    • In Österreich/Schweiz liegt der Fokus stärker auf Kreation digitaler Inhalte (z. B. Erstellung von Lehrmaterialien).
  • Verwaltungspersonal:
    • 71 % Bedarf in Kommunikation/Zusammenarbeit (z. B. digitale Workflows).
    • 70 % in Datenumgang, Sicherheit (z. B. Datenschutz, IT-Sicherheit).
    • Kreation digitaler Inhalte wird als am wenigsten relevant eingestuft.

4. Förderung digitaler Kompetenzen: Fokus auf Lehre, Vernachlässigung der Verwaltung

  • Aktuelle Schwerpunkte:
    • Lehrende: 56 % der Hochschulen fördern digitale Kompetenzen, 49 % mediendidaktische Kompetenzen.
    • Studierende: 35 % der Hochschulen passen Curricula an (z. B. Integration digitaler Skills).
  • KI-Kompetenzen:
    • Mittleres Förderniveau für Lehrende (HAWs priorisieren stärker als Universitäten) und Studierende.
    • Verwaltungspersonal wird deutlich weniger gefördert (nur geringes bis mittleres Niveau).
  • Unterschiede nach Hochschultyp/Größe:
    • Mittelgroße Hochschulen (oft HAWs) fördern KI-Kompetenzen intensiver als kleine oder kirchliche Einrichtungen.
    • Kirchliche Hochschulen zeigen die geringste Förderung von KI-Kompetenzen.

5. Länderspezifische Unterschiede und Handlungsansätze

  • Österreich:
    • Führend in Verwaltungsdigitalisierung (50 % hoher Umsetzungsstand) und KI-Förderung (etwas stärker als Deutschland/Schweiz).
    • Hoher Bedarf an Sicherheitskompetenzen im Verwaltungspersonal.
  • Deutschland:
    • Stärkerer Fokus auf wissenschaftliches Personal (höchster Kompetenzbedarf über alle Gruppen).
    • Verwaltung hinkt hinterher – mögliche Ursache: komplexe föderale Strukturen.
  • Schweiz:
    • Ähnlich wie Österreich, aber mit stärkerem Fokus auf Kommunikation/Zusammenarbeit bei Studierenden.

Fazit

Die digitale Transformation erfordert zielgruppenspezifische Kompetenzstrategien und eine Ausweitung der Förderung über die Lehre hinaus. Konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Verwaltungsdigitalisierung priorisieren:
    • Lernen von österreichischen Hochschulen (z. B. zentrale Steuerung, Investitionen in IT-Infrastruktur).
    • KI-Kompetenzen für Verwaltungspersonal systematisch aufbauen (aktuell stark vernachlässigt).
  2. Differenzierte Kompetenzprofile umsetzen:
    • Wissenschaftliches Personal: Vertiefung von Datenkompetenz und KI-Anwendung in Forschung/Lehre.
    • Studierende: Stärkere Integration von digitaler Kreation (z. B. KI-gestützte Tools) in Curricula.
    • Verwaltung: Fokus auf Sicherheit und digitale Zusammenarbeit (z. B. Schulungen zu Datenschutz).
  3. Ressourcen und Strukturen anpassen:
    • Mittelgroße Hochschulen (v. a. HAWs) als Vorreiter nutzen – hier besteht oft höhere Agilität.
    • Kirchliche und kleine Hochschulen gezielt unterstützen (z. B. durch Kooperationen oder Förderprogramme).
  4. Länderübergreifenden Austausch stärken:
    • Benchmarking mit Österreich/Schweiz, insbesondere zu Verwaltungsprozessen und KI-Integration.

Langfristig gilt es, die Erwartungslücke zwischen strategischer Bedeutung und Umsetzung zu schließen – durch konsequente Personalentwicklung, institutionelle Verankerung digitaler Kompetenzen und kontinuierliche Evaluation der Fortschritte.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
100%
mindmap
  root)Kompetenzentwicklung digitale Modellhochschule(
    ["Strategie vs. Umsetzung"]
      ["Hohe Priorität Lehren/Lernen (89%)"]
      ["Niedrige Umsetzung Verwaltung (19%)"]
      ["Österreich führt in Verwaltung (50%)"]
    ["Pandemie-Effekte"]
      ["Beschleunigung Lehren/Lernen"]
      ["Verwaltung hinkt hinterher"]
      ["Erwartungen gestiegen"]
    ["Kompetenzbedarfe nach Gruppen"]
      ["Wissenschaft: Daten (82%), Problemlösen (76%)"]
      ["Studierende: Daten (79%), Kreation (CH/AT)"]
      ["Verwaltung: Sicherheit (70%), Kommunikation (71%)"]
    ["Förderungsschwerpunkte"]
      ["Lehrende: Digitale Kompetenzen (56%)"]
      ["Studierende: Curricula-Anpassung (35%)"]
      ["Verwaltung: Kaum KI-Förderung"]
    ["Länderspezifika"]
      ["Österreich: KI & Verwaltung stark"]
      ["Deutschland: Fokus Wissenschaft"]
      ["Schweiz: Kommunikation bei Studierenden"]
    ["Handlungsempfehlungen"]
      ["Verwaltung priorisieren"]
      ["KI-Kompetenzen ausbauen"]
      ["Länderübergreifender Austausch"]