Was passiert, wenn Hochschulen sprinten? Erfahrungen aus der Praxis
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Hochschulen stehen unter zunehmendem Druck, innovative Lösungen für digitale und organisatorische Herausforderungen zu entwickeln – trotz komplexer Gremienstrukturen, bürokratischer Hürden und knapper Ressourcen. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat mit der „Sprintwoche“ ein agiles Format erprobt, das Mitarbeitende aus Verwaltung und Fakultäten für fünf Tage vom Tagesgeschäft befreit, um fokussiert an priorisierten Themen zu arbeiten. Ziel ist es, handlungsfähig zu bleiben und unmittelbar umsetzbare Ergebnisse zu generieren. Der Vortrag beleuchtet Struktur, Methoden und Erfolgsfaktoren des Formats sowie Ansatzpunkte für die Übertragbarkeit auf andere Hochschulen.
Die Sprintwoche an der CAU zeigt, dass Hochschulen durch verdichtete Kollaboration und bewusst gestaltete Rahmenbedingungen kurzfristig handlungsfähig werden können – selbst in komplexen Strukturen. Entscheidend sind:
Handlungsempfehlung: Hochschulen sollten prüfen, wie sie geschützte Räume für fokussierte Zusammenarbeit schaffen können – sei es als Sprintwoche, thematische Workshops oder niedrigschwellige Formate wie „Digital Lunch“. Der Schlüssel liegt darin, Willige zusammenzubringen, Netzwerke zu stärken und agile Methoden erlebbar zu machen. Langfristig kann dies zu einer Kultur der schnelleren Entscheidungsfindung und koordinierten Innovation beitragen.
An der ersten Woche nahmen etwa 20 bis 30 Personen teil, die sich auf sechs bis sieben Themen aufteilten.
Ja, die Teilnahme an der Sprintwoche erfolgte auf freiwilliger Basis.
Eine vollständige Übernahme ist schwer messbar, da der Alltag dominant ist; jedoch wurden einzelne Methoden wie Lego Serious Play verstetigt und die Teilnehmenden als Multiplikatoren in ihre Bereiche geschickt.
Dies gelingt durch starke Rückendeckung und Präsenz der Hochschulleitung (Präsidium/Kanzlerin), die Einbindung aller Statusgruppen sowie durch Folgeformate wie einen „Digital Lunch“, um die Impulse kontinuierlich zu stärken.
mindmap
root)Was passiert, wenn Hochschulen sprinten?(
["Hemmnisse für Innovation"]
["Lange Entscheidungswege"]
["Fehlende Zuständigkeiten"]
["Tagesgeschäft bindet Kapazitäten"]
["Sprintwoche als Ausnahmeraum"]
["Geschützter Raum für Kollaboration"]
["Externe Moderation & Methoden"]
["20–30 Teilnehmende aus allen Bereichen"]
["Agile Methoden & Befähigung"]
["Lego Serious Play, Customer Journey Maps"]
["Perspektivöffnung & schnelle Ergebnisse"]
["Multiplikator:innen für agile Arbeit"]
["Ergebnisse & Reality Check"]
["Umsetzung Projektmanagement-Tool"]
["Vereinheitlichtes Onboarding"]
["Herausforderungen: Mandate & Hürden"]
["Erfolgsfaktoren & Übertragbarkeit"]
["Rückendeckung der Hochschulleitung"]
["Multiplikator:innen-Prinzip"]
["Skalierung als Impulsgeber"]