Session-Dokumentation • Input • Deutsch

KI strategisch verankern – Impulse und Learnings aus der Peer-to-Peer-Strategieberatung

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

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Kontext

Die Session thematisiert die strategische Verankerung von generativer KI in Hochschulen. Angesichts der rasanten Entwicklungen im Bereich KI stehen Hochschulen vor der Herausforderung, ihre Positionierung, Curricula, Prüfungsformate und die Rolle der Lehrenden neu zu definieren. Die Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“ des Hochschulforums Digitalisierung unterstützt Hochschulen dabei, tragfähige Lösungen für diese Fragen zu entwickeln. Der Vortrag gibt Einblicke in den 2026 gestarteten Beratungsprozess, diskutiert Spannungsfelder im Umgang mit KI und stellt Ansätze für eine institutionelle Verankerung vor.


Kernaussagen

1. Peer-to-Peer-Strategieberatung als Unterstützungsinstrument

  • Ziel und Aufbau: Die Beratung existiert seit 2017 und hat bereits rund 50 Hochschulen in der digitalen Transformation begleitet. Sie zielt darauf ab, einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Hochschulen und externen Expert:innen (Peers) zu schaffen, um strategische Ziele zu schärfen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln.
  • Struktur des Beratungsprozesses:
    • Analysephase: Schärfung strategischer Ziele, Analyse des Status quo und bestehender Aktivitäten zu KI.
    • Bearbeitungsphase: Entwicklung eines Strategie- oder Handlungskonzepts inkl. konkreter Maßnahmen, basierend auf Empfehlungen der Peers.
    • Abschluss- und Transferphase: Reflexion des Prozesses und Erstellung eines Plans zur langfristigen Umsetzung der Maßnahmen.
  • Besonderheiten 2026: Erstmals liegt der Fokus ausschließlich auf KI in der Hochschulbildung. Der Prozess wurde um eine stärkere Umsetzungsbegleitung erweitert.

2. Hohe Nachfrage und Auswahlverfahren

  • Bewerbungszahlen: 40 Hochschulen bewarben sich auf 4 Plätze, was den hohen Handlungsdruck und die Relevanz des Themas unterstreicht.
  • Auswahlkriterien:
    • Klare Benennung von Zielen und Herausforderungen.
    • Strategische Aufhängung der Beratung mit Unterstützung der Hochschulleitung.
    • Systemische Wirkung der Maßnahmen (keine Einzelprojekte).
    • Nachhaltige Verankerung des Themas in der Hochschule.
    • Einbindung aller relevanten Akteur:innen, insbesondere Studierende.
  • Juryverfahren: Ein zweistufiger Auswahlprozess mit einer achtköpfigen Jury ermöglichte eine fundierte Entscheidung trotz straffem Zeitplan.

3. Zentrale Herausforderungen für Hochschulen

  • Spannungsfelder:
    • Stabilität vs. Dynamik: Hochschulen müssen institutionelle Stabilität wahren, während sie auf die hohe Entwicklungsdynamik von KI reagieren.
    • Rechtliche Vorgaben vs. Experimentierfreude: Der Wunsch nach klaren rechtlichen Rahmenbedingungen steht im Widerspruch zur notwendigen Freiheit für Experimente.
    • Ressourcenknappheit: Begrenzte Mittel stehen Anforderungen an leistungsfähige und souveräne Infrastrukturen gegenüber.
    • New Skilling vs. Deskilling: Diskussionen über die Notwendigkeit neuer Kompetenzen durch KI und die Angst vor Kompetenzverlust bei Studierenden.
  • Kompetenzlücken: Signifikante Unterschiede zwischen „Power-Usern“ (fortgeschrittene Nutzer:innen) und Einsteiger:innen erfordern breite Kompetenzentwicklung für Lehrende, Studierende und Verwaltung.

4. Erprobte Ansätze für die institutionelle Verankerung von KI

  • Strategieentwicklung als kontinuierlicher Prozess: KI erfordert eine stetige Anpassung der Strategie, da Herausforderungen an vielen Stellen gleichzeitig bearbeitet werden müssen.
  • Priorisierung von Maßnahmen: Klare Zielvorstellungen und Fokussierung auf wenige, umsetzbare Schritte sind entscheidend.
  • Einbindung aller Akteur:innen:
    • Studierende als Partner: Aktive Beteiligung von Studierenden, z. B. bei der Gestaltung von Infrastrukturen oder Finanzierungslösungen, wird als Erfolgsfaktor hervorgehoben.
    • Breite Kompetenzentwicklung: Notwendigkeit, nicht nur Lehrende, sondern auch Studierende und Verwaltungsmitarbeiter:innen in die Kompetenzentwicklung einzubeziehen.
  • Diskursräume schaffen: Hochschulen sollten gezielt Räume für den Austausch über relevante KI-Themen eröffnen, um die gesamte Institution mitzunehmen.

5. Erkenntnisse aus den Interessenbekundungen der Hochschulen

  • Erwartungen an die Beratung:
    • Strategie- und Zielbildentwicklung, Priorisierung von Maßnahmen.
    • Klärung von Governance-Strukturen und Leitlinien.
    • Externe Spiegelung und Analyse der aktuellen Situation.
  • Gewünschte Kompetenzen der Peers:
    • Expertise in Strategie- und Hochschulentwicklung.
    • Lehr- und Hochschuldidaktik.
    • Change-Management und Governance.
  • Herausforderungen in den Bewerbungen:
    • Strategie und institutionelle Verankerung von KI.
    • Kompetenzentwicklung und Future Skills.
    • Didaktik, Lernsettings und Prüfungsformate.
    • Infrastruktur, Skalierung und Change-Management.

Fazit

Die strategische Verankerung von KI in Hochschulen erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der über Einzelprojekte hinausgeht. Die Peer-to-Peer-Strategieberatung bietet ein wirksames Instrument, um Hochschulen bei der Entwicklung tragfähiger Lösungen zu unterstützen. Zentrale Erfolgsfaktoren sind:

  • Kontinuierliche Strategieentwicklung als dynamischer Prozess.
  • Priorisierung von Maßnahmen und klare Zielvorstellungen.
  • Einbindung aller Akteur:innen, insbesondere Studierende, als aktive Partner.
  • Breite Kompetenzentwicklung für Lehrende, Studierende und Verwaltung.
  • Schaffung von Diskursräumen, um die gesamte Hochschule in den Prozess einzubinden.

Angesichts der hohen Nachfrage nach strategischer Beratung ist eine Fortsetzung des Programms mit Fokus auf KI wahrscheinlich. Hochschulen, die nicht zum Zug gekommen sind, können auf alternative Formate wie das KI-Lab oder die KI-Lotsen zurückgreifen.

Fragen & Antworten

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Was waren die Kriterien für die Auswahl der Hochschulen für das Beratungsprogramm?

Die Auswahl basierte auf fünf Kriterien: klar benannte Ziele und Herausforderungen, strategische Unterstützung durch die Hochschulleitung, systemische Wirkung der Maßnahmen (keine Einzelprojekte), nachhaltige institutionelle Verankerung sowie die Einbindung aller relevanten Akteure, insbesondere der Studierenden.

Wird das Programm zur strategischen KI-Verankerung aufgrund der hohen Nachfrage fortgesetzt oder ausgebaut?

Eine Fortsetzung wird für den Herbst konzipiert, wobei Learnings aus dem aktuellen Durchlauf einfließen sollen, um den Zeitplan im nächsten Jahr zu entzerren. Um die Qualität zu sichern, bleibt die Anzahl der intensiven Beratungen begrenzt; als Alternativen werden das KI-Lab oder das Projekt der 'KI-Lotsen' empfohlen.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
100%
mindmap
  root)KI strategisch verankern(
    ["Peer-to-Peer-Beratung"]
      ["Ziel: Austausch auf Augenhöhe"]
      ["Phasen: Analyse, Umsetzung, Transfer"]
      ["Fokus 2026: KI in Hochschulbildung"]
    ["Herausforderungen für Hochschulen"]
      ["Stabilität vs. KI-Dynamik"]
      ["Recht vs. Experimentierfreude"]
      ["Ressourcenknappheit"]
    ["Erprobte Ansätze"]
      ["Strategie als Prozess"]
      ["Studierende einbinden"]
      ["Diskursräume schaffen"]
    ["Erkenntnisse aus Bewerbungen"]
      ["Strategieentwicklung gefragt"]
      ["Governance und Leitlinien"]
      ["Kompetenzentwicklung nötig"]
    ["Fazit"]
      ["Ganzheitlicher Ansatz"]
      ["Breite Akteur:innen-Einbindung"]