ZUKÜNFTE NUTZEN STATT VORHERSAGEN: Futures Literacy an Hochschulen verankern
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Hochschulen stehen vor komplexen Herausforderungen wie KI-getriebenen Umbrüchen, Ressourcenknappheit und gesellschaftlichen Spannungen. Lineare Zukunftsprognosen greifen hier zu kurz. Futures Literacy – die Fähigkeit, multiple Zukünfte zu imaginieren und daraus Handlungsoptionen für die Gegenwart abzuleiten – wird als zentrale Kompetenz vorgestellt. Der Vortrag präsentiert ZukünfteLabore als praxiserprobtes Format zur Förderung dieser Kompetenz in Lehre, Curricula und Organisationsentwicklung.
Handlungsempfehlung: Hochschulen sollten Futures Literacy als Schlüsselkompetenz für Studierende und Mitarbeitende verankern – sei es durch ZukünfteLabore in der Lehre, als Teil der Organisationsentwicklung oder als curriculare Querschnittskompetenz. Das vorgestellte Framework bietet niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten (z. B. über das Downloadpaket mit Leitfäden) und lässt sich flexibel anpassen. Entscheidend ist die Haltung: Zukunft als Gestaltungsraum begreifen, nicht als feststehendes Szenario.
Ressourcen:
Das Framework ist grundsätzlich fast überall anwendbar. Es funktioniert jedoch nicht in Kontexten, in denen Personen eine geschlossene Haltung einnehmen und glauben, die Zukunft bereits exakt zu wissen.
Es handelt sich primär um eine kollaborative Kreativitätsmethode. Der gezielte Verzicht auf Forschung während des Prozesses dient dazu, die Kreativität zu fördern und die Köpfe der Teilnehmenden zu öffnen.
Basierend auf der relationalen Biologie besitzen alle Lebewesen antizipatorische Systeme und nutzen Vorstellungen vom 'Später', um in der Gegenwart zu handeln, wie beispielsweise Eichhörnchen, die Nüsse für den Winter sammeln.
Es findet keine Bewertung oder Abstimmung statt. Verschiedene wünschenswerte Aspekte bleiben nebeneinander stehen und werden wertfrei nebeneinander akzeptiert.
Die Struktur der Phasen trennt dies bewusst: In Phase 1 können pessimistische Erwartungen geäußert werden, während in der Phase der wünschenswerten Zukünfte der Fokus gezielt auf das gelenkt wird, was die Teilnehmenden wirklich wollen.
mindmap
root)Futures Literacy an Hochschulen(
["Definition & Bedeutung"]
["Kompetenzmodell: Wissen, Können, Haltung"]
["6 Teilkompetenzen (z. B. Imaginationskompetenz)"]
["ZukünfteLabore"]
["4 Phasen: Reveal, Reframe, Rethink, Redo"]
["Beispiel: Masterclass 'Zukünfte der Arbeit 2040'"]
["Methodische Ansätze"]
["Kreative Techniken (Gedankenreisen, Lego Serious Play)"]
["Zukünfte-Realcasting (Verknüpfung mit Realität)"]
["Implementierung an Hochschulen"]
["Lehrveranstaltung, Organisationsentwicklung, Querschnittskompetenz"]
["Flexible Zeitrahmen (90 Min. bis mehrtägig)"]
["Abgrenzung zu Prognosen"]
["Keine Vorhersage, sondern Vielfalt explorieren"]
["Fokus auf wünschenswerte Zukünfte"]