KI-Upskilling für Lehrende: Ein institutioneller Peer-Prozess
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Generative KI verändert den Lehralltag an Hochschulen grundlegend und stellt Lehrende vor vielfältige Herausforderungen. Da Studierende teilweise bereits fortgeschrittenere KI-Kenntnisse besitzen als Lehrende, ist ein gezieltes Upskilling notwendig, um Lehrkompetenzen im Umgang mit KI zu stärken. Traditionelle Schulungsformate stoßen jedoch an Grenzen, da sie die Heterogenität der Lehrendenschaft in Vorkenntnissen, Haltungen und zeitlichen Ressourcen nicht ausreichend berücksichtigen. Die Session stellt einen institutionellen Ansatz vor, der auf kontinuierliche, niedrigschwellige Peer-Formate setzt, um Erfahrungswissen zu teilen und kollektive Urteilskraft zu entwickeln.
KI-Upskilling für Lehrende sollte als kontinuierlicher, partizipativer Prozess gestaltet werden, der Heterogenität produktiv nutzt und über reine Tool-Schulungen hinausgeht. Der vorgestellte Peer-Ansatz ("Learning Lunch") zeigt, wie durch niedrigschwellige Formate Erfahrungswissen geteilt, kritische Reflexion gefördert und kollektive Urteilskraft entwickelt werden kann. Handlungsempfehlungen für Hochschulen:
Der Ansatz ist kein Allheilmittel, aber ein pragmatischer Baustein, um KI-Kompetenzen im Lehralltag zu verankern – ohne zusätzliche Ressourcen zu überlasten.
Die Qualität wird durch das 'AI Fluency'-Konzept (Comprehend, Critique, Co-create) gesichert, indem Outputs kritisch hinterfragt werden. Zudem gibt es eine Szenariensammlung als überprüfbare Dokumentation und die aktive Einbindung kritischer Stimmen, um Echokammern zu vermeiden.
Die Skalierung erfolgt über Multiplikator:innen, die das Format weiterempfehlen, sowie durch die Anbindung an bestehende Termine wie Fachgebietstreffen. Zusätzlich ermöglichen Aufzeichnungen und eine Szenariensammlung einen asynchronen Zugang für alle.
Heterogenität wird als Ressource genutzt: Während Early Adopters Anwendungsfälle liefern, bringen Skeptiker wichtige kritische Perspektiven in die Diskussion ein. Das Format ist bewusst niedrigschwellig und freiwillig gestaltet, sodass kein Vorwissen erforderlich ist.
Nein, es ist ein pragmatischer Baustein und kein Allheilmittel. Während es ideal für den Austausch von Praxismustern ist, können Basiswissen oder tiefergehende Themen nicht in diesen kurzen Formaten vermittelt werden.
Die Anerkennung ist derzeit noch eine Herausforderung und nicht vollständig gelöst. Aktuell wird versucht, die Sichtbarkeit und Wertschätzung durch Erwähnungen in Newslettern und ähnlichen Formaten zu erhöhen.
mindmap
root)KI-Upskilling für Lehrende(
["KI-Upskilling als Prozess"]
["Problem linearer Schulungen"]
["Lösungsansatz: kontinuierlich & niedrigschwellig"]
["Ziel: Nachhaltige Integration"]
["Heterogenität nutzen"]
["Unterschiede in Vorkenntnissen & Haltungen"]
["Peer-Learning fördert Erfahrungsaustausch"]
["Kritische Stimmen bereichern Diskussion"]
["Format 'Learning Lunch'"]
["30 Minuten, freiwillig"]
["Impuls + Reflexion"]
["Dokumentation & Szenariensammlung"]
["AI Fluency entwickeln"]
["Comprehend: KI verstehen"]
["Critique: Output bewerten"]
["Co-create: Mehrwert generieren"]
["Skalierung & Verankerung"]
["Anbindung an bestehende Formate"]
["Multiplikator:innen einbinden"]
["Asynchrone Bereitstellung"]