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Grün gedacht, digital gemacht? Querschnittsthemen zusammendenken

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

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Kontext

Der Vortrag thematisiert die Verzahnung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit an Hochschulen. Beide Bereiche sind zentrale Querschnittsthemen, die jedoch häufig isoliert voneinander in unterschiedlichen Ressorts bearbeitet werden. Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) untersucht, wie diese Themen synergetisch zusammengeführt werden können, um sowohl ökologische als auch soziale Ziele zu erreichen. Dabei geht es um die Frage, wo Digitalisierung als Hebel für Nachhaltigkeit dienen kann und wo ihre Grenzen liegen.


Kernaussagen

1. Silodenken als zentrale Hürde

  • Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden an Hochschulen oft in getrennten Organisationseinheiten (z. B. Fakultäten, Stabsstellen) behandelt.
  • Dies führt zu mangelndem Austausch und verhindert eine integrierte Strategieentwicklung.
  • Beispiel: Prorektor:innen für Nachhaltigkeit oder Digitalisierung sind selten in Personalunion vertreten, was die strukturelle Verzahnung erschwert.

2. Wechselseitige Abhängigkeiten und Spannungsfelder

  • Chancen der Digitalisierung für Nachhaltigkeit:
    • Digitale Tools ermöglichen die Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten (z. B. Emissionen, Ressourcenverbrauch).
    • Förderung sozialer Teilhabe durch Barrierefreiheit (z. B. digitale Assistenzsysteme) und Internationalisierung (z. B. KI-gestützte Übersetzung).
  • Risiken der Digitalisierung:
    • Hoher Energie- und Ressourcenverbrauch digitaler Infrastrukturen (z. B. Rechenzentren, Cloud-Dienste).
    • Externer Energieverbrauch von Drittanbietern (z. B. Chatbots) wird in Hochschul-Klimabilanzen oft nicht berücksichtigt.
  • Unterschiedliche Zeitdynamiken:
    • Digitalisierung ist kurzlebig und dynamisch, während Nachhaltigkeit langfristige Beständigkeit erfordert.

3. Begriffliche und konzeptionelle Differenzierungen

  • Digitale Nachhaltigkeit: Langfristige Bereitstellung digitaler Wissensgüter (z. B. Open Educational Resources) zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele.
  • Nachhaltige Digitalisierung: Ressourcenschonende Nutzung von Technik (z. B. energieeffiziente Hardware, Green IT).
  • Transformation: Übergeordnete Verzahnung beider Themen auf strategischer und prozessualer Ebene.

4. Heterogener Status quo an deutschen Hochschulen

  • Die aktuelle Situation ist geprägt durch große Unterschiede:
    • Einige Hochschulen haben bereits Stellen für die Kombination beider Themen geschaffen (z. B. Prorektor:innen für Digitalisierung und Nachhaltigkeit).
    • Andere behandeln die Themen noch in Projekten mit begrenzter Laufzeit, was Wissensverlust und mangelnde Kontinuität begünstigt.
  • Das Bewusstsein in Entscheidungsgremien ist teilweise noch gering, wie die HFD-Studie mit acht befragten Akteur:innen zeigt.

5. Vierstufiger Prozess zur Implementierung

  1. Ist-Zustand analysieren: Klärung, wo und wie die Themen an der eigenen Hochschule verankert sind.
  2. Definitionen klären: Austausch mit Beteiligten über ihre individuellen Verständnisse von Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
  3. Regelmäßigen Austausch etablieren: Wissenstransfer durch interdisziplinäre Arbeitsgruppen oder Gremien.
  4. Externe Good Practices nutzen: Lernen von anderen Hochschulen und Vernetzung (z. B. über das HFD).

Fazit

Das HFD empfiehlt Hochschulen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als integrale Querschnittsthemen zu begreifen und strukturell zu verankern. Konkrete Schritte umfassen:

  • Interne Vernetzung: Schaffung von Austauschformaten zwischen Verantwortlichen beider Bereiche.
  • Strategische Ausrichtung: Entwicklung gemeinsamer Ziele in Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategien.
  • Partizipation der Community: Einbindung von Hochschulangehörigen über Feedbackformate (z. B. HFD-Umfrage via QR-Code) zur Identifikation von Bedarfen.
  • Transparenz und Reflexion: Berücksichtigung des Energieverbrauchs digitaler Tools in Klimabilanzen und Nutzung von Reifegradanalysen zur Standortbestimmung.

Die aktuelle HFD-Reifegradanalyse soll dazu beitragen, den Status quo systematisch zu erfassen und passgenaue Unterstützungsangebote zu entwickeln.