Wo sind meine Daten? Daten- versus Inference-Souveränität
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Der Vortrag diskutiert die Bedeutung von KI-Souveränität an Hochschulen und hinterfragt, ob der Aufbau eigener Rechenzentren mit Grafikkarten die einzige Lösung ist. Stattdessen wird argumentiert, dass die Kontrolle über Daten und Workflows (Daten-Souveränität) strategisch wichtiger ist als der Betrieb eigener Hardware (Inference-Souveränität). Anhand des open-source KI-Ökosystems Ethel und des open-weight Modells Apertus der ETH Zürich wird gezeigt, wie Hochschulen hybride KI-Systeme nutzen können, um Vendor-Lock-In zu vermeiden und gleichzeitig die Hoheit über eigene Daten zu bewahren.
„Souveränität entsteht nicht durch den Besitz von Hardware, sondern durch die Kontrolle über Daten, Workflows und didaktische Prozesse. KI ist ein Werkzeug – nicht der Ersatz für gute Lehre.“
Vendor-Lock-In entsteht nicht durch die Hardware, sondern durch die Abhängigkeit von proprietären Systemen, die Nutzerverwaltung und Gesprächshistorien kontrollieren. Wenn die Hochschule das KI-System (Frontend und Datenhaltung) selbst kontrolliert, bleiben die Modelle im Hintergrund austauschbar.
Open Weight bedeutet lediglich, dass man die Modellparameter (Gewichte) herunterladen kann, ohne jedoch Einblick in Trainingsdaten oder Methoden zu haben. Fully Open Modelle wie Apertus legen zusätzlich Trainingsartefakte, Code und Dokumentationen offen, um Auditierbarkeit und Transparenz zu gewährleisten.
Ja, sofern ein Rahmenvertrag besteht, der das Training mit eigenen Daten ausschließt und der Gerichtsstand in der Schweiz liegt. Der Betrieb in der Cloud ist oft kosteneffizienter und zuverlässiger als ein eigenes Produktionsrechenzentrum.
KI wird zur Vorbewertung genutzt, wobei ein 'Human-in-the-Loop'-Ansatz verfolgt wird: Studierende haben ein Veto-Recht gegen die KI-Bewertung, woraufhin eine manuelle Korrektur durch Lehrpersonal erfolgt.
Es wird Retrieval Augmented Generation (RAG) eingesetzt. Dabei sucht das System in den hochgeladenen Kursmaterialien (Skripte, Folien) nach relevanten Informationen und nutzt diese als Basis für die Antwort des Modells.
mindmap
root)Daten- vs. Inference-Souveränität in der Hochschul-KI(
["KI-Modelle vs. KI-Systeme"]
["Modelle: zustandslos, Inferenz"]
["Systeme: Datenhaltung, Nutzerverwaltung"]
["Daten-Souveränität"]
["Kontrolle über Workflows, Nutzerdaten"]
["Vendor-Lock-In vermeiden"]
["Inferenz-Souveränität"]
["Hardware-Betrieb weniger entscheidend"]
["Cloud-Inferenz oft effizienter"]
["Open-Weight-Modelle"]
["Nicht gleich Open Source"]
["Transparenz fehlt oft"]
["KI in der Lehre"]
["RAG für Feedback"]
["Human-in-the-Loop Korrektur"]
["Didaktische Souveränität"]
["KI als Werkzeug, nicht Ersatz"]
["Campus-Kultur stärken"]