"Teaching Social Action" als Initial für partizipative Hochschullehre
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Der Vortrag stellt den Teaching Social Action (TSA)-Ansatz vor, der in den USA und Großbritannien bereits erprobt wird. TSA kombiniert Elemente aus Community Organizing, Service Learning und der Pädagogik der Unterdrückten (Paulo Freire), um Studierenden durch reale politische Kampagnen eine positive Demokratieerfahrung zu ermöglichen. Der Ansatz zielt darauf ab, Hochschullehre partizipativ, demokratisch und didaktisch innovativ zu gestalten und gleichzeitig strukturelle Veränderungen in Gesellschaft oder Campus zu bewirken. Referent Andreas Richter teilt erste Erfahrungen aus der Umsetzung an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).
Teaching Social Action bietet ein radikal partizipatives und demokratisches Lehrmodell, das Studierende zu aktiven Gestalter:innen ihrer Umwelt macht. Durch die Umkehrung der Lehrlogik (Praxis vor Theorie) und die Fokussierung auf reale Kampagnen wird nicht nur fachliches Wissen, sondern vor allem demokratische Handlungskompetenz vermittelt. Der Ansatz ist fachübergreifend adaptierbar und hat das Potenzial, Hochschullehre nachhaltig zu verändern.
Kontakt:
Die Studierenden erarbeiten in einem Brainstorming gemeinsam eine Liste wichtiger Kriterien für die Gruppenarbeit. Daraus wird ein Vertrag erstellt, den alle Beteiligten unterschreiben und bei Bedarf anpassen können.
Die Benotung basiert auf einem Drei-Säulen-Modell aus Selbstbewertung, Peer-Bewertung und der Bewertung durch die Dozierenden. Bewertet wird der Prozess und das Durchlaufen des Programms (z. B. via Portfolio), nicht der Erfolg der Kampagne.
Das Seminar findet wöchentlich statt. Zusätzlich wird ein Zeitaufwand von mindestens zwei bis drei Stunden pro Woche für die Aktionen erwartet, wobei die tatsächliche Arbeitslast oft höher ist.
Aktuell wird es im Bereich der Sozialen Arbeit angeboten, ist jedoch grundsätzlich für alle Fachbereiche anwendbar und wird in den USA bereits in verschiedensten Studiengängen eingesetzt.
Der Workshop ist kostenfrei, setzt jedoch die Verpflichtung voraus, innerhalb eines Jahres ein entsprechendes Seminar in die eigene Lehre zu integrieren.
Eine Herausforderung war die Demotivation einzelner Gruppen, was durch beziehungsorientiertes Arbeiten gelöst wurde. Positiv hervorgehoben wurde die Entwicklung von anfangs zurückhaltenden Studierenden zu Führungspersönlichkeiten.
mindmap
root)Teaching Social Action(
["Konzept & Ursprung"]
["Community Organizing + Service Learning"]
["Pädagogik der Unterdrückten (Freire)"]
["Ursprung USA/UK (Myers-Lipton, Hackett)"]
["Didaktische Innovation"]
["Praxis vor Theorie"]
["Semesterablauf: Themenwahl → Aktion → Reflexion"]
["Intrinsische Motivation durch Selbstwahl"]
["Demokratische Lehrstruktur"]
["Partizipative Themenwahl & Regeln"]
["Drei-Säulen-Benotung (Selbst/Peer/Dozierende)"]
["Lehrende als Facilitator:innen"]
["Selbstwirksamkeit & Demokratie"]
["Handlungsmacht durch reale Kampagnen"]
["Ziel: Positive Demokratieerfahrung"]
["Kritik an passiver Bürger:innenrolle"]
["Anwendbarkeit & Skalierung"]
["Fachübergreifend (Soziale Arbeit, Jura, Medizin)"]
["Workshops für Lehrende (2026)"]
["Vision: Europaweite Verbreitung"]