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Future Skills in Global Contexts: A Transatlantic Teaching Model

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🌍 Global Perspectives Das Modell kontrastiert die Lehr- und Lernkulturen der USA und Deutschlands, wobei insbesondere die unterschiedlichen Bedürfnisse nach strukturierter Anleitung (Scaffolding) gegenüber offenem, projektbasiertem Lernen analysiert werden. Durch den Vergleich lokaler Datenpraktiken, wie etwa bei Cookie-Bannern oder Zahlungssystemen, reflektieren die Studierenden kulturelle Differenzen in der digitalen Governance.

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Zusammenfassung

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Kontext

Das vorgestellte Lehrmodell ist eine transatlantische Kooperation zwischen der Texas State University (USA) und der TH Köln (Deutschland). Ziel ist es, Studierende durch interdisziplinäre Projekte und interkulturellen Austausch auf zukünftige Herausforderungen in einer datengetriebenen Welt vorzubereiten. Der Kurs verbindet Designstudierende mit Lernenden aus anderen Fachbereichen, um kulturelle Unterschiede im Umgang mit Daten zu analysieren und ethische Gestaltungslösungen zu entwickeln. Die Zusammenarbeit erfolgt hybrid über sechs Wochen und fördert „Future Skills“ wie Datenkompetenz, kritische Urteilsfähigkeit und interkulturelle Zusammenarbeit.


Kernaussagen

1. Struktur und Ablauf des Lehrmodells

  • Kooperation: Der Kurs verbindet Masterstudierende der TH Köln (Kommunikationsdesign und internationale Designstudiengänge) mit Bachelorstudierenden der Texas State University (u. a. Kommunikationsdesign, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften).
  • Zeitlicher Rahmen: Sechs Wochen mit einem gemeinsamen Zoom-Kick-off, drei Feedback-Sessions und einer finalen Präsentation.
    • Kick-off: Sechsstündiges Treffen mit persönlichem Kennenlernen und Austausch über lokale Kontexte.
    • Feedback-Sessions: Regelmäßige Zoom-Meetings (z. B. 11:00 Uhr in Texas = 18:00 Uhr in Köln) zur Projektbesprechung.
    • Finale Präsentationen: Gemeinsame Abschlusspräsentation per Zoom, ergänzt durch lokale Präsentationen an beiden Standorten.
  • Projektarbeit: Studierende arbeiten in lokalen Teams, holen aber internationales Peer-Feedback ein. Die Plattform Miro dient als gemeinsame Arbeitsumgebung.

2. Lernziele und Future Skills

  • Datenkompetenz (Data Literacy): Analyse von Datenlebenszyklen und Entwicklung von Design-Interventionen zur Förderung von Datentransparenz.
  • Interkulturelle Kompetenz: Reflexion kultureller Unterschiede in der Datenverarbeitung (z. B. Cookie-Banner, Zahlungssysteme, Datenschutzgesetze).
  • Ethische und kritische Urteilskraft: Diskussion über AI-Governance, Verantwortung und berufliche Ethik in globalen Kontexten.
  • Adaptive Zusammenarbeit: Projektbasiertes Lernen in interdisziplinären Teams mit Fokus auf Peer-Learning.
  • Quellen: Die Lernziele orientieren sich am Future Skills Framework des Stifterverbands.

3. Beispiele für studentische Projekte

  • USA:
    • Comic Book Stores: Analyse der Nutzung von Comic-Läden und Entwicklung von Konzepten zur Steigerung der Sichtbarkeit.
    • Student Health Data: Visualisierung von Gesundheitsdaten der Studierendenschaft zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls.
    • River as Connector: Datenerhebung zur Nutzung eines lokalen Flusses und Gestaltung eines Informationssystems für Anwohner:innen.
  • Deutschland:
    • Crumley Connections: Gestaltung von Cookie-Bannern mit Fokus auf Transparenz und Nutzer:innenfreundlichkeit.
    • Payment Issues: Spielbasierte Aufklärung über Datenflüsse bei Zahlungsvorgängen (Unterschiede zwischen Bargeld- und Kartenzahlungen).
    • Highway Vic: Entwicklung eines Routenplaners mit Fokus auf Sicherheit und individuelle Präferenzen (z. B. beleuchtete Wege, Parks).

4. Evaluation und Studierendenfeedback

  • Motivation der Studierenden (n=68):
    • Interkultureller Austausch (höchste Priorität): Wunsch nach Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen und Ländern.
    • Designperspektiven: Interesse an Unterschieden in Designausbildung und -praxis zwischen USA und Europa.
    • Persönliches Wachstum: Herausforderung durch neue Erfahrungen und Erweiterung des Skillsets.
    • Themeninteresse: Datenkompetenz und datenrelevante Themen wurden als spannend und relevant wahrgenommen.
  • Positives Feedback:
    • Hohe Wertschätzung für internationale Zusammenarbeit, Teamwork und Peer-Learning.
    • Projektbasiertes Lernen wurde als frei und offen empfunden, mit ausreichender Unterstützung durch Lehrende.
  • Kritik und Verbesserungspotenzial:
    • Struktur: Einige Studierende (v. a. aus den USA) wünschten sich mehr Scaffolding, klare Bewertungsrubriken und theoretische Inputs.
    • Internationale Integration: Wunsch nach gemischten internationalen Teams statt rein nationaler Gruppen.
    • Zeitmanagement: Herausforderungen durch unterschiedliche Semesterstrukturen und Zeitverschiebungen (7–8 Stunden).
    • Technische Hürden: Schwierigkeiten in der Online-Zusammenarbeit aufgrund der Zeitunterschiede.

5. Herausforderungen und Lösungsansätze

  • Organisatorische Hürden:
    • Zeitunterschiede: Flexible Meeting-Zeiten und asynchrone Arbeitsphasen (z. B. Nutzung von Miro).
    • Semesterstrukturen: Unterschiedliche Starttermine (USA: Januar, Deutschland: April) erfordern frühzeitige Planung.
    • Finanzierung: Keine institutionelle Förderung für Mobilität; Eigeninitiative der Studierenden (z. B. Crowdfunding).
  • Lehrmethodische Spannungsfelder:
    • Balance zwischen offenem, projektbasiertem Lernen und strukturierter Anleitung (v. a. für US-Studierende).
    • Unterschiedliche Lehr- und Lernkulturen: US-Studierende bevorzugen klare Vorgaben, deutsche Studierende mehr Freiraum.
  • Erfolge und langfristige Ziele:
    • Mobilität: Einzelne Studierende finanzierten Reisen selbst (z. B. via GoFundMe) oder planten weitere Studienaufenthalte.
    • Nachhaltigkeit: Bewilligung einer Förderung durch NAGASMOS (ein Förderprogramm) für die Weiterentwicklung des Projekts.
    • Skalierung: Ziel ist die Ausweitung auf gemischte internationale Teams und die Einbindung weiterer Kulturen.

Fazit

Das transatlantische Lehrmodell zeigt, wie Future Skills durch interkulturelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit effektiv vermittelt werden können. Die Kombination aus Datenkompetenz, ethischer Reflexion und globaler Perspektive bereitet Studierende auf die Anforderungen einer vernetzten Welt vor. Handlungsempfehlungen für ähnliche Projekte:

  1. Flexibilität: Anpassung an unterschiedliche Semesterstrukturen und Zeitzonen durch asynchrone Tools (z. B. Miro).
  2. Strukturierte Offenheit: Klare Leitplanken setzen (z. B. Rubriken, Meilensteine), aber Raum für kreative Lösungen lassen.
  3. Internationale Teams: Gemischte Gruppen fördern, um den interkulturellen Austausch zu vertiefen.
  4. Institutionelle Unterstützung: Frühzeitige Klärung von Finanzierungsmöglichkeiten (z. B. Erasmus+ für transatlantische Projekte).
  5. Evaluation: Regelmäßiges Feedback der Studierenden einholen, um das Lehrmodell kontinuierlich zu verbessern.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung von globalen Lehrkooperationen für die Entwicklung zukunftsrelevanter Kompetenzen und dient als Vorbild für ähnliche Initiativen.

Fragen & Antworten

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Wie gingen die Referentinnen mit den unterschiedlichen Lehr- und Lernstilen in Deutschland und den USA sowie dem Altersunterschied zwischen Bachelor- und Masterstudierenden um?

Die US-Studierenden wünschten sich tendenziell mehr Struktur und Anleitung („Hand-holding“), während die deutschen Studierenden offener mit dem projektbasierten Lernen umgingen. Der Altersunterschied zwischen Bachelor- und Masterstudierenden wurde als weniger problematisch empfunden als die unterschiedlichen kulturellen Erwartungen an die Kursstruktur.

Wie wurde der Kurs für die zwei unterschiedlichen Bildungskontexte gestaltet?

In den USA wurde der Kurs als Honors-Kurs mit einer Mischung aus Designstudierenden und Studierenden verschiedener Fachrichtungen (z. B. Chemie, Literatur) konzipiert, um eine breite Perspektive zu gewährleisten. Die Teams wurden bewusst gemischt, damit sich die Studierenden gegenseitig unterstützen können.

Waren die beteiligten Universitäten unterstützend bei der Umsetzung der Idee?

Beide Universitäten unterstützten das Projekt ideell, da internationale Designkontexte als wichtig erachtet werden, stellten jedoch keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung von Reisen erfolgte daher über Eigeninitiative der Studierenden (z. B. GoFundMe) oder externe Förderungen wie NAGASMOS.

Diagramm

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mindmap
  root)Future Skills in Global Contexts: A Transatlantic Teaching Model(
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      ["Transatlantische Kooperation (TH Köln & Texas State University)"]
      ["6-wöchiger hybrid Kurs mit Kick-off & Feedback-Sessions"]
      ["Projektarbeit in lokalen Teams mit Miro"]
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      ["Datenkompetenz & ethische Urteilsfähigkeit"]
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    ["Studentische Projekte"]
      ["USA: Comic Book Stores, Student Health Data, River as Connector"]
      ["Deutschland: Crumley Connections, Payment Issues, Highway Vic"]
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      ["Hohe Motivation für interkulturellen Austausch"]
      ["Wunsch nach mehr Struktur & gemischten Teams"]
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      ["Flexible Meeting-Zeiten & asynchrone Tools"]
      ["Balance zwischen Offenheit und Struktur"]
      ["Finanzierung durch Eigeninitiative & NAGASMOS-Förderung"]
    ["Fazit und Handlungsempfehlungen"]
      ["Flexibilität & strukturierte Offenheit"]
      ["Gemischte internationale Teams fördern"]
      ["Institutionelle Unterstützung suchen"]