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"Das ist die Turbulenz" - Künstlerische Forschung im Hochschulkontext

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

KI-generierter Inhalt

1. Kontext

Das Projekt „Das ist die Turbulenz“ entstand an der Hochschule Merseburg als experimentelles Format künstlerischer Forschung. Der bildende Künstler Emanuel Mathias wurde eingeladen, die Ingenieur- und Naturwissenschaften der Hochschule aus künstlerischer Perspektive zu erforschen. Ziel war es, einen Ausstellungsparcours zu entwickeln, der als Denk- und Kommunikationsraum für Hochschulangehörige, Alumni und externe Gäste dient. Das Projekt verbindet historische Bezüge (z. B. DDR-Kunstsammlung), regionale Verortung (Chemieindustrie im Industriepark Leuna) und aktuelle wissenschaftliche Diskurse (z. B. KI in den Ingenieurwissenschaften). Es thematisiert zudem die Herausforderungen und Chancen künstlerischer Forschung im akademischen Umfeld.


2. Kernaussagen

2.1 Künstlerische Forschung als Brücke zwischen Disziplinen

  • Zielsetzung: Künstlerische Forschung (Artistic Research) soll implizites Wissen der Ingenieur- und Naturwissenschaften sichtbar machen und komplexe Inhalte durch ästhetische Übersetzung vermitteln.
  • Mehrwert:
    • Erkenntnisgewinn für Wissenschaftskommunikation, Marketing und interne Vernetzung.
    • Schaffung eines „Denkorts“, der neue Interpretations- und Diskussionsräume eröffnet.
  • Beispiel: Die Ausstellung fungiert als Schnittstelle zwischen historischer Kunstsammlung, aktuellen Forschungsprojekten und regionaler Industrie.

2.2 Methodik: Visuelle Recherche und partizipative Prozesse

  • Phasen des Forschungsprozesses:
    1. Inspirationsphase: Erkundung des Feldes durch Recherche, Gespräche und teilnehmende Beobachtung (z. B. in Lehrveranstaltungen, Laboren).
    2. Konzeptionsphase: Sammlung und Erprobung von Material (Fotografien, Notizen, Objekte), prozesshafte Verdichtung von Ideen.
    3. Produktionsphase: Zusammenführung der Erkenntnisse zu einem künstlerischen Endprodukt (Ausstellung, Installationen).
  • Kernmethoden:
    • Teilnehmende Beobachtung: Aktive Teilnahme an Forschungsprojekten und Lehrveranstaltungen.
    • Visuelle Recherche: Dokumentation von Orten (z. B. Chemiemuseum, Industriepark Leuna) und Objekten als künstlerisches Material.
    • Feedbackschleifen: Regelmäßiger Austausch mit Hochschulakteur:innen (Rektorat, Dekanat, Marketing) zur Reflexion und Weiterentwicklung.
  • Quelle: Methodische Grundlagen wurden im PhD-Projekt „Wir sind deine Affen“ (Bauhaus-Universität Weimar) dargelegt.

2.3 Schaffung von Identifikationsflächen durch materielle Relikte

  • Installation der Prüfkörper:
    • Über 1.000 reale Prüfkörper (Materialreste aus Zugversuchen) wurden zu einer großformatigen Wandinstallation arrangiert.
    • Funktion:
      • Ästhetische Verdichtung: Die Anordnung der Prüfkörper (Aluminium, Kupfer, Kunststoffe) schafft eine visuelle Repräsentation von 20 Jahren Hochschulgeschichte.
      • Identifikation: Studierende, Lehrende und Alumni erkennen die Objekte aus eigenen Praktika wieder – sie werden zu „sprechenden“ Relikten der Ingenieurausbildung.
      • Dauerhafte Präsenz: Die Installation bleibt als fester Bestandteil der Hochschule erhalten.
  • Symbolik: Die Prüfkörper stehen für den Kreislauf von Materialprüfung, Wissensgenerierung und industrieller Anwendung.

2.4 Dialog zwischen Tradition, Gegenwart und Zukunft

  • Historische Bezüge:
    • Einbindung der DDR-Kunstsammlung der Hochschule (z. B. Wandbild „Völkerfreundschaft“ von Hans Rothe, Keramikarbeit „Die Wissenschaft dient dem Leben“ von Karl Heinz Wenzel).
    • Kritische Reflexion: Die historischen Werke hatten einen gesellschaftlichen/ideologischen Auftrag – im Gegensatz zur heutigen „freien“ künstlerischen Auseinandersetzung.
  • Zukunftsvisionen:
    • KI-generierte Bilder: Algorithmen entwarfen Visionen der Hochschule Merseburg im Jahr 2025 und diskutierten die Rolle von KI in den Ingenieurwissenschaften.
    • Beispiel: Gegenüberstellung einer Zeichnung von Alois Kroll (1929), eines KI-Bildes (2025) und einer aktuellen Fotografie des Industrieparks Leuna.
  • Regionale Verortung:
    • Die Ausstellung ist räumlich so platziert, dass ein visueller Dialog mit dem Industriepark Leuna entsteht (Blick aus dem Fenster auf Schornsteine).
    • Symbolische Verbindung: Gemälde „Leuna bei Nacht“ (DDR-Sammlung) wird mit der heutigen Industriekulisse kontrastiert.

2.5 Strategien zur Implementierung experimenteller Formate an Hochschulen

  • Erfolgsfaktoren:
    1. Interne Verbündete: Frühzeitige Einbindung der Leitungsebene (Rektorat) und Suche nach Unterstützer:innen in Verwaltung und Fachbereichen.
    2. Transparente Kommunikation: Regelmäßige Präsentation von Zwischenergebnissen, um Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen.
    3. Finanzierung:
      • Nutzung interner Projektmittel (keine externen Drittmittel erforderlich).
      • Kooperationen mit regionalen Unternehmen (z. B. Sponsoring der strukturierten Packung durch RVT Process Equipment).
    4. Geduld und Pragmatismus:
      • Umgang mit bürokratischen Hürden (z. B. Brandschutz in Flurbereichen).
      • Flexibilität bei technischen und organisatorischen Herausforderungen.
  • Herausforderungen:
    • Verstetigung: Künstlerische Forschung ist schwer evaluierbar – das Projekt befindet sich aktuell in der Nachbereitungsphase.
    • Raumgestaltung: Umnutzung wenig genutzter Hochschulräume (z. B. Vorraum eines Hörsaals) als Ausstellungsfläche.

2.6 Interdisziplinäre Kooperation und regionale Netzwerke

  • Kooperationspartner:innen:
    • Hochschulintern: Fachbereiche Ingenieur- und Naturwissenschaften, Hochschulmarketing, Rektorat.
    • Extern:
      • Industrie: Sponsoring durch RVT Process Equipment (strukturierte Packung), Kooperation mit Infra Leuna, Eastman, Eppendorf.
      • Kultur: Gestalterin Kamele Loose (Ausstellungsdesign), Chemiemuseum Merseburg.
  • Transferwirkungen:
    • Wissenschaftskommunikation: Die Ausstellung dient als Anschauungsmaterial für Lehrveranstaltungen (z. B. Werkstoffprüfungspraktikum).
    • Regionale Vernetzung: Sichtbarmachung der symbiotischen Beziehung zwischen Hochschule und Chemieindustrie (z. B. durch Exkursionen in Müllverbrennungsanlagen).
    • Alumni-Einbindung: Ehemalige Studierende identifizieren sich mit den ausgestellten Objekten und Prozessen.

3. Fazit

Das Projekt „Das ist die Turbulenz“ demonstriert, wie künstlerische Forschung als katalytischer Impuls für Hochschulen wirken kann:

  • Für die Wissenschaft:
    • Komplexe Inhalte werden durch ästhetische Verdichtung zugänglich gemacht (z. B. Prüfkörper-Installation, KI-generierte Zukunftsvisionen).
    • Implizites Wissen (z. B. Fachsprache, Rituale in Laboren) wird sichtbar und diskutierbar.
  • Für die Hochschule:
    • Identitätsstiftung: Die Ausstellung schafft Identifikationsflächen für Studierende, Lehrende und Alumni.
    • Raumaktivierung: Ungenutzte Bereiche (z. B. Flure) werden zu Orten der Begegnung und Reflexion.
    • Regionale Verankerung: Die Verbindung zur Industrie stärkt den Transfer und die Sichtbarkeit der Hochschule.
  • Handlungsempfehlungen für ähnliche Projekte:
    1. Frühzeitig Verbündete suchen – insbesondere in der Leitungsebene.
    2. Prozessoffenheit kommunizieren – transparente Darstellung von Zwischenschritten reduziert Skepsis.
    3. Pragmatisch mit Bürokratie umgehen – z. B. durch schrittweise Anpassungen an Brandschutzvorgaben.
    4. Interdisziplinäre Teams bilden – Kombination aus Kulturmanagement, Kunst und Technik ermöglicht innovative Formate.
    5. Regionale Partner:innen einbinden – Kooperationen mit Unternehmen und Kulturinstitutionen erweitern Ressourcen und Reichweite.

Ausblick: Die Ausstellung bleibt dauerhaft zugänglich und soll durch Führungen, Publikationen (z. B. Faltplakat) und Folgeprojekte (z. B. zu KI in den Ingenieurwissenschaften) weiterentwickelt werden. Eine Einladung an Interessierte: Besuch der Ausstellung vor Ort oder Kontaktaufnahme über die Projektwebsite.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
100%
mindmap
  root)Künstlerische Forschung im Hochschulkontext(
    ["Kontext & Ziele"]
      ["Experimentelles Format an Hochschule Merseburg"]
      ["Verbindung von Kunst, Wissenschaft & Industrie"]
    ["Methodik"]
      ["Visuelle Recherche & Dokumentation"]
      ["Partizipative Prozesse mit Hochschulakteur:innen"]
    ["Installationen"]
      ["Prüfkörper-Wand als Hochschulgeschichte"]
      ["KI-generierte Zukunftsvisionen"]
    ["Dialog Tradition-Zukunft"]
      ["DDR-Kunstsammlung vs. aktuelle Forschung"]
      ["Regionale Industrieverbindung (Leuna)"]
    ["Implementierungsstrategien"]
      ["Interne Verbündete & transparente Kommunikation"]
      ["Finanzierung & Raumgestaltung"]
    ["Interdisziplinäre Kooperation"]
      ["Hochschulpartner & regionale Industrie"]
      ["Transfer in Lehre & Wissenschaftskommunikation"]