"Das ist die Turbulenz" - Künstlerische Forschung im Hochschulkontext
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„Inwiefern kann künstlerische Forschung als Auftragsarbeit für eine Hochschule einen Mehrwert, also einen Erkenntnisgewinn bringen für die Wissenschaftskommunikation, für das Marketing, aber auch für die interne Kommunikation.“
„Ich arbeite als bildender Künstler mit einem experimentell künstlerisch forschenden Ansatz, in dem es die Sachverhalten anhand einer ästhetischen Übersetzung geht.“
„Die Aufreihung dieser Reste an Prüfkörpern spiegelt quasi auch die Geschichte der Hochschule wider. [...] Insofern haben wir hier eine Identifizierbare Identifikationsfläche für viele Hochschulangehörige Gäste Alumni und so weiter geschaffen.“
Das Projekt „Das ist die Turbulenz“ entstand an der Hochschule Merseburg als experimentelles Format künstlerischer Forschung. Der bildende Künstler Emanuel Mathias wurde eingeladen, die Ingenieur- und Naturwissenschaften der Hochschule aus künstlerischer Perspektive zu erforschen. Ziel war es, einen Ausstellungsparcours zu entwickeln, der als Denk- und Kommunikationsraum für Hochschulangehörige, Alumni und externe Gäste dient. Das Projekt verbindet historische Bezüge (z. B. DDR-Kunstsammlung), regionale Verortung (Chemieindustrie im Industriepark Leuna) und aktuelle wissenschaftliche Diskurse (z. B. KI in den Ingenieurwissenschaften). Es thematisiert zudem die Herausforderungen und Chancen künstlerischer Forschung im akademischen Umfeld.
Das Projekt „Das ist die Turbulenz“ demonstriert, wie künstlerische Forschung als katalytischer Impuls für Hochschulen wirken kann:
Ausblick: Die Ausstellung bleibt dauerhaft zugänglich und soll durch Führungen, Publikationen (z. B. Faltplakat) und Folgeprojekte (z. B. zu KI in den Ingenieurwissenschaften) weiterentwickelt werden. Eine Einladung an Interessierte: Besuch der Ausstellung vor Ort oder Kontaktaufnahme über die Projektwebsite.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Artistic Research | Ein experimenteller Forschungsansatz, bei dem künstlerische Methoden genutzt werden, um implizites Wissen sichtbar zu machen und komplexe wissenschaftliche Inhalte ästhetisch zu übersetzen. |
| Prüfkörper | Materialreste aus Zugversuchen (z. B. aus Aluminium oder Kupfer), die in der Ausstellung als materielle Relikte der Ingenieurausbildung dienen. |
| Strukturierte Packung | Ein industrielles Bauteil aus Reaktorkolonnen zur Verbesserung der Trennung von Gasgemischen, das im Projekt als ästhetisches Anschauungsobjekt genutzt wird. |
| Visuelle Recherche | Eine künstlerische Methode zur Dokumentation von Orten und Objekten mittels Fotografien und Notizen, die anschließend als Forschungsmaterial dienen. |
| Teilnehmende Beobachtung | Ein sozialwissenschaftlicher Forschungsansatz, bei dem der Forscher aktiv an Lehrveranstaltungen und Projekten im Feld teilnimmt. |
| Kulturelle Dimension der Hochschulen | Ein Empfehlungspapier der HRK, das zur Auseinandersetzung mit kulturellen Aspekten an Hochschulen zur Selbstreflexion und Förderung experimenteller Formate aufruft. |
| Ästhetische Verdichtung | Der Prozess, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte und Daten in eine konzentrierte künstlerische Form zu überführen, um sie erfahrbar zu machen. |
mindmap
root)Künstlerische Forschung im Hochschulkontext(
["Kontext & Ziele"]
["Experimentelles Format an Hochschule Merseburg"]
["Verbindung von Kunst, Wissenschaft & Industrie"]
["Methodik"]
["Visuelle Recherche & Dokumentation"]
["Partizipative Prozesse mit Hochschulakteur:innen"]
["Installationen"]
["Prüfkörper-Wand als Hochschulgeschichte"]
["KI-generierte Zukunftsvisionen"]
["Dialog Tradition-Zukunft"]
["DDR-Kunstsammlung vs. aktuelle Forschung"]
["Regionale Industrieverbindung (Leuna)"]
["Implementierungsstrategien"]
["Interne Verbündete & transparente Kommunikation"]
["Finanzierung & Raumgestaltung"]
["Interdisziplinäre Kooperation"]
["Hochschulpartner & regionale Industrie"]
["Transfer in Lehre & Wissenschaftskommunikation"]