Decolonizing AI: Intersectional, Feminist & Ecological Literacy for Academics
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Der Vortrag von Verónica Mota Galindo thematisiert die kritische Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz (KI) in akademischen Kontexten. KI wird zunehmend als neutrale Technologie wahrgenommen, reproduziert jedoch oft systemische Ungleichheiten, epistemische Gewalt und ökologische Schäden. Die Referentin stellt ein an der Freien Universität Berlin entwickeltes Workshop-Konzept vor, das KI nicht als technisches Werkzeug, sondern als politischen, epistemischen und ökologischen Konfliktraum begreift. Ziel ist es, Akademiker:innen eine intersektionale, feministische und dekoloniale Perspektive auf KI zu vermitteln, um deren Einsatz verantwortungsvoll zu gestalten.
Verónica Mota Galindo plädiert für eine paradigmatische Verschiebung in der akademischen KI-Literacy: weg von rein operativer Nutzung hin zu einer kritischen, dekolonialen und ökologischen Bildung. Universitäten stehen vor der Wahl, entweder KI-Nutzer:innen auszubilden oder KI-kritische Bürger:innen zu fördern. Das vorgestellte FIE:D-Framework bietet hierfür einen praxisnahen Ansatz, der epistemische Vielfalt, feministische Perspektiven und ökologische Verantwortung integriert. Die Referentin lädt Institutionen ein, sich an der Weiterentwicklung und Verbreitung des Konzepts zu beteiligen – als Beitrag zu einer verantwortungsvollen, intersektionalen KI-Bildung.
Ja, laut der Referentin ist Technologie weder per se emanzipatorisch noch unterdrückend; entscheidend ist, wer sie kontrolliert und mit welcher Geisteshaltung sie genutzt wird. KI kann somit sowohl Dominanz reproduzieren als auch als Schauplatz für Widerstand und alternative Zukünfte dienen.
Die Referentin adressiert dies durch ihr FIE:D-Framework, das eine Verschiebung von der rein operativen Nutzung hin zu einer kritischen Literacy fordert. Dies geschieht durch die Einbindung epistemischer Pluralität (z. B. Perspektiven des Globalen Südens), die Nutzung nicht-hegemonialer Modelle und die Reflexion materieller sowie ökologischer Folgen.
Die Referentin weist darauf hin, dass KI oft als neutral erscheint, aber bestehende Ungleichheiten verstärkt und koloniale Herrschaftsmechanismen durch Wissenssysteme und Infrastrukturen fortsetzt. Wenn KI unkritisch als Infrastruktur übernommen wird, riskieren Universitäten, technologische Rationalität und Effizienz über kritische Reflexion und ethische Verantwortung zu stellen.
mindmap
root)Decolonizing AI: Intersectional, Feminist & Ecological Literacy for Academics(
["Diagnose: KI in der akademischen Praxis"]
["Problemfelder: Technische Effizienz vs. koloniale Strukturen"]
["These: Technologisch kompetent, aber ethisch unterentwickelt"]
["Theoretische Grundlagen"]
["Herbert Marcuse: Technologie als Herrschaftsinstrument"]
["Donna Haraway: KI als Schauplatz des Kampfes"]
["Dekoloniale Perspektiven: KI als kolonialer Mechanismus"]
["FIE:D-Framework"]
["Bias-Auditing: Algorithmische Diskriminierung"]
["Ökologische Verantwortung: CO₂-Fußabdruck von KI"]
["Alternative KI-Modelle: Nicht-hegemoniale Systeme"]
["Empirische Ergebnisse"]
["Zunahme von Skepsis gegenüber KI"]
["Stärkere Quellenprüfung und epistemologische Hinterfragung"]
["Skalierung und Netzwerkbildung"]
["Workshops für Fakultäten und Studierende"]
["Vision: Open-Source-Lernplattform"]