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Hochschullehre digital gestalten: Einblicke in erfolgreiche Ansätze aus NRW

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

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Kontext

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen des University Future Festival 2026 statt und versammelte Expert:innen aus verschiedenen Projekten und Netzwerken der digitalen Hochschullehre in Nordrhein-Westfalen (NRW). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie innovative digitale Lehrformate durch Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Projekten und landespolitischen Akteur:innen nachhaltig gestaltet werden können. Zentrale Aspekte waren:

  • Die Wirkung digitaler Lösungen auf Lehrende und Studierende.
  • Strukturelle Voraussetzungen für nachhaltige Veränderungen (z. B. Anerkennung von Lehrleistungen, Zeitbudgets).
  • Netzwerkarbeit als Schlüssel für Wissensaustausch und Skalierung.
  • Aktuelle Herausforderungen wie KI, Barrierefreiheit und widersprüchliche Zielsetzungen an Hochschulen.
  • Zukunftsvisionen und Erwartungen an die Landespolitik.

Kernaussagen

1. Motivation und Erfolge der Projekte

Martin Bovermann (Moodle NRW):

  • Begeisterung für konkrete Wirkung digitaler Tools – von übergreifenden Strategien bis zur individuellen Rückmeldung von Lehrenden („Das funktioniert!“).
  • Betont die Bedeutung von praktischem Nutzen für Lehrende und Studierende.

Klaus Vorkauf (ILIAS NRW):

  • Hebt die Zusammenarbeit auf Arbeitsebene hervor: Kompetenzzuwachs im Projektteam, Austausch mit anderen Projekten und gegenseitige Hilfsbereitschaft.
  • Fokus auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit.

Dr. Carsten Bender (Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit NRW):

  • Integrierte Zusammenarbeit zwischen Projekten (z. B. Barrierefreiheit und Lernmanagementsysteme) verbessert die Lehre für alle.
  • Warnung vor Verlagerung des landespolitischen Fokus von Studium und Lehre hin zu technischen Themen wie Cybersicherheit.

Dr. Alexandra Habicher (Universitätsverbund DigiLL):

  • Netzwerke ermöglichen eine Kultur des Teilens und Lernens aus Fehlern anderer.
  • Distribuierung von Expertise über Institutionengrenzen hinweg (z. B. von Universitäten in Schulen).

Nadine Lordick (KI Edu NRW):

  • Widersprüchliche Zielsetzungen an Hochschulen (z. B. Employability vs. Persönlichkeitsbildung) erschweren Entscheidungen.
  • Überforderung von Lehrenden durch vielfältige gesellschaftliche Themen (KI, Nachhaltigkeit, Demokratie).

Dr. Martina Emke (Netzwerk HDW NRW):

  • Forderung nach stärkerer Nutzung hochschuldidaktischer Beratungsangebote an den Standorten.
  • Kooperationen (z. B. mit KI Edu NRW) erweitern die Angebotsvielfalt für Hochschulen.

Jan Smetana (Netzwerk Hochschuldidaktik NRW):

  • Gute Didaktik ist formatunabhängig (digital/präsentisch) und basiert auf Lernzielen, Kompetenzorientierung und Feedback.
  • Lehre muss als interdisziplinäre Universitätsaufgabe verstanden werden, nicht als Einzelpersonenaufgabe.
  • Anpassung von Prüfungsformaten an die Realität von KI (z. B. kritische Reflexion statt reiner Wissensabfrage).

Dr. Markus Deimann (ORCA.nrw):

  • Anerkennung von Open Educational Resources (OER) sollte vergleichbar mit wissenschaftlichen Publikationen sein (z. B. durch DOIs).
  • Fehlende Wertschätzung für Lehrleistungen im Vergleich zu Forschungsleistungen.

2. Strukturelle Voraussetzungen für nachhaltige digitale Lehre

Martin Bovermann (Moodle NRW):

  • Innovation braucht geschützte Räume: Lehrende benötigen Zeit, Deputatsanrechnungen und die Möglichkeit, experimentieren und scheitern zu dürfen.
  • IT-Betrieb vs. Innovation: Stabile LMS-Systeme lassen wenig Spielraum für Experimente; Hochschulen müssen Anreize für Lehrende schaffen.

Dr. Markus Deimann (ORCA.nrw):

  • Honorierung von Lehrleistungen (z. B. OER-Erstellung) muss strukturell verankert werden (z. B. durch DOIs als „Währung“).
  • Vergleich zur Anerkennung von wissenschaftlichen Publikationen.

Jan Smetana (Netzwerk Hochschuldidaktik NRW):

  • Pandemie als Katalysator: Zwang zur Digitalisierung machte Hochschuldidaktik sichtbarer und zeigte, dass gute Lehre formatunabhängig ist.
  • Kooperation zwischen Projekten (z. B. LMS und Barrierefreiheit) führt zu besseren Lösungen.

3. Netzwerkarbeit und Kooperation

Dr. Alexandra Habicher (DigiLL):

  • Netzwerke als Lernorte: Ermöglichen Austausch über Erfolge und Misserfolge („Vom Scheitern anderer lernen“).
  • Synergien nutzen: Beispielhafte Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit (z. B. Prüfung von Inhalten auf Barrierefreiheit).

Klaus Vorkauf (ILIAS NRW):

  • Praktische Umsetzung von Barrierefreiheit: Entwicklung einer Toolbox digitale Barrierefreiheit in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum.
  • Gemeinsame Verantwortung: Spezialisierte Teams (z. B. für Plugins) entlasten andere Projekte.

Dr. Martina Emke (HDW NRW):

  • Angebotsvielfalt durch Kooperationen (z. B. mit KI Edu NRW) erhöht die Reichweite hochschuldidaktischer Maßnahmen.

4. Aktuelle Herausforderungen

Nadine Lordick (KI Edu NRW):

  • Widersprüchliche Ziele: Employability vs. Persönlichkeitsbildung beeinflussen den Umgang mit KI und digitaler Souveränität.
  • Überforderung von Lehrenden: Vielfalt an Themen (KI, Nachhaltigkeit, Demokratie) führt zu Orientierungslosigkeit.

Dr. Martina Emke (HDW NRW):

  • Appell an Lehrende: Nutzung vorhandener Beratungsangebote an den Hochschulen (z. B. hochschuldidaktische Zentren).
  • Fehlende Priorisierung: Lehrende landen in Angeboten, die nicht zu ihren Bedarfen passen.

Dr. Alexandra Habicher (DigiLL):

  • Lehrkräftebildung unter Druck: Hohe Arbeitsbelastung und Vielfalt an Themen erfordern institutionenübergreifende Vernetzung.
  • Plattformfunktion: DigiLL distribuiert Expertise (z. B. von Universitäten) in Schulen.

5. Zukunftsvisionen und politische Erwartungen

Jan Smetana (Netzwerk Hochschuldidaktik NRW):

  • Formatvielfalt statt reiner Digitalisierung: Jedes Format (digital/präsentisch) hat seine Berechtigung – Lernziele bestimmen das Format.
  • Lehre als interdisziplinäre Aufgabe: Kollaboration und Multiperspektivität sind notwendig, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen.

Dr. Martina Emke (HDW NRW):

  • Projektbezogenes Lernen muss gestärkt werden (z. B. durch Anpassung von Prüfungsformaten an KI).
  • Kritischer Umgang mit KI: Studierende müssen befähigt werden, KI-Ergebnisse zu hinterfragen und einzuordnen.

Dr. Carsten Bender (Kompetenzzentrum digitale Barrierefreiheit NRW):

  • Erhalt des landespolitischen Fokus auf Studium und Lehre: Warnung vor Verlagerung hin zu technischen Themen (z. B. Cybersicherheit).
  • Bekenntnis des MKW und der DH.NRW zur Weiterförderung von Projekten und Netzwerken im Bereich Studium und Lehre.

Offene Fragen

  1. Anerkennung von Lehrleistungen:

    • Wie kann die Wertschätzung für Lehrleistungen (z. B. OER-Erstellung) strukturell verankert werden, ohne Forschungsleistungen zu vernachlässigen?
    • Welche konkreten Anreizsysteme (z. B. Deputatsanrechnungen) sind umsetzbar?
  2. Umgang mit widersprüchlichen Zielen:

    • Wie lassen sich Employability und Persönlichkeitsbildung in der digitalen Lehre vereinen?
    • Welche Leitlinien können Hochschulen entwickeln, um Lehrende bei der Priorisierung von Themen (KI, Nachhaltigkeit, Demokratie) zu unterstützen?
  3. Prüfungsformate im KI-Zeitalter:

    • Wie können Prüfungen gestaltet werden, um eigene Leistungen von KI-generierten Inhalten abzugrenzen?
    • Welche alternativen Prüfungsformate (z. B. projektbasiertes Lernen) sind praktikabel?
  4. Landespolitische Prioritäten:

    • Wie kann der Fokus auf Studium und Lehre trotz anderer drängender Themen (Cybersicherheit, Hochleistungsrechnen) erhalten bleiben?
    • Welche Rahmenbedingungen benötigt die digitale Lehre, um nachhaltig gefördert zu werden?
  5. Skalierung von Innovationen:

    • Wie können erfolgreiche Pilotprojekte (z. B. Barrierefreiheitstools) flächendeckend an Hochschulen implementiert werden?
    • Welche Ressourcen (Zeit, Personal, Finanzen) sind dafür notwendig?

Ergebnis

Die Diskussion zeigte ein breites Einvernehmen über zentrale Handlungsfelder:

  1. Netzwerke und Kooperationen sind essenziell für den Wissensaustausch und die Skalierung digitaler Lehrinnovationen.
  2. Strukturelle Veränderungen (z. B. Anerkennung von Lehrleistungen, Deputatsanrechnungen) sind notwendig, um nachhaltige digitale Lehre zu ermöglichen.
  3. Gute Didaktik ist unabhängig vom Format, erfordert aber klare Lernziele, Kompetenzorientierung und Feedback.
  4. Aktuelle Herausforderungen (KI, Barrierefreiheit, widersprüchliche Ziele) erfordern interdisziplinäre Lösungsansätze und eine stärkere Einbindung hochschuldidaktischer Expertise.
  5. Landespolitische Unterstützung bleibt entscheidend, um den Fokus auf Studium und Lehre zu erhalten und Projekte langfristig zu verankern.

Uneinigkeit bestand vor allem in der Frage, wie konkrete Anreizsysteme für Lehrende ausgestaltet werden können und wie Prüfungsformate im Kontext von KI reformiert werden sollten. Hier wurden keine abschließenden Lösungen präsentiert, sondern Handlungsbedarf aufgezeigt.

Die Teilnehmenden nahmen aus der Diskussion mit:

  • Ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen.
  • Impulse für strukturelle Veränderungen an den eigenen Hochschulen (z. B. Anerkennung von Lehrleistungen).
  • Klarheit über aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze (z. B. kritischer Umgang mit KI).
  • Erwartungen an die Landespolitik, den Fokus auf Studium und Lehre zu stärken.

Fragen & Antworten

KI-generierter Inhalt
Wie kann die Wertschätzung für Lehrleistungen, wie etwa die Erstellung von Open Educational Resources (OER), strukturell verankert werden?

Ein Ansatz ist die Vergabe von DOIs für OER, um diese Leistungen vergleichbar mit wissenschaftlichen Publikationen sichtbar und im Lebenslauf verwertbar zu machen.

Welche strukturellen Voraussetzungen und Anreize benötigen Lehrende für eine nachhaltige digitale Lehre?

Es bedarf geschützter Räume für Experimente, verbesserter Deputatsanrechnungen sowie entsprechender Zeitbudgets und Qualifizierungsmaßnahmen innerhalb der Hochschulen.

Wie sollte mit der Herausforderung umgegangen werden, dass Studierende KI-generierte Inhalte in Abschlussarbeiten verwenden?

Es ist eine Anpassung der Prüfungsformate notwendig, weg von klassischen Abschlussarbeiten hin zu Konzepten, die die eigene Leistung besser abgrenzen und die kritische Reflexion von KI-Ergebnissen fördern.

Wie kann die digitale Barrierefreiheit in der Lehre konkret umgesetzt werden?

Durch einen „Hilfe zur Selbsthilfe“-Ansatz, bei dem Lehrende durch Materialien und Toolboxes befähigt werden, sowie durch die enge Kooperation zwischen Barrierefreiheitsexperten und den Betreibern der Lernmanagementsysteme.

Welche Erwartungen gibt es an die Landespolitik, um die digitale Transformation der Lehre nicht zu gefährden?

Es wird gefordert, dass das MKW und die DH.NRW den Fokus auf Studium und Lehre beibehalten und diese Projekte weiterhin fördern, anstatt die Prioritäten rein auf technische Themen wie Cybersicherheit zu verschieben.

Diagramm

KI-generierter Inhalt
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mindmap
  root)Hochschullehre digital gestalten: Einblicke in erfolgreiche Ansätze aus NRW(
    ["Motivation und Erfolge der Projekte"]
      ["Konkrete Wirkung digitaler Tools"]
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      ["Kooperation zwischen Projekten"]
    ["Netzwerkarbeit und Kooperation"]
      ["Netzwerke als Lernorte"]
      ["Synergien nutzen"]
      ["Angebotsvielfalt durch Kooperationen"]
    ["Aktuelle Herausforderungen"]
      ["Widersprüchliche Zielsetzungen"]
      ["Überforderung von Lehrenden"]
      ["Fehlende Priorisierung"]
    ["Zukunftsvisionen und politische Erwartungen"]
      ["Formatvielfalt statt reiner Digitalisierung"]
      ["Projektbezogenes Lernen"]
      ["Erhalt des landespolitischen Fokus"]