Session-Dokumentation • Input • Deutsch

#hacktheworldabetterplace - jetzt erst recht

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Wortwolke

KI-generierter Inhalt

Zitate

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„Wir wollen das jedes Kind einmal programmiert hat, bevor es sich für den Beruf entscheidet. [...] weil wir sehen, dass das Programmieren so eine Art digitales Krabbeln ist.“

„Ich würde gern den Punkt machen, dass es kein Gutmenschentum mehr ist, zu sagen, wir sollten kein Kind zurücklassen. Sondern es ist eine ganz krasse ökonomische Notwendigkeit.“

„Wenn ihr versteht, wie Bearbeitungspunkte funktionieren, dass Sachen mit errechneten Wahrscheinlichkeiten und auch Zutrauensraten weitergegeben werden. Dann versteht man, warum man KI nicht uneingeschränkt glauben sollte.“

Zusammenfassung

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Referentin: Julia Freudenberg (Hacker School) Dauer: 30 Minuten


1. Kontext

Die Session thematisiert die Herausforderungen von Hochschulen angesichts finanzieller Engpässe, KI-Transformation, Fachkräftemangel und gesellschaftlicher Spannungen. Vorgestellt wird das Modell der Hacker School, das durch Kooperationen mit Hochschulen Studierende als digitale Multiplikator:innen einsetzt, um Jugendlichen praxisnahe digitale Kompetenzen zu vermitteln. Ziel ist der Aufbau resilienter Bildungsökosysteme, die regional wirken und skalierbar sind.


2. Kernaussagen

Ziel der Hacker School: „Digitales Krabbeln“ für Selbstwirksamkeit

  • Vision: Jedes Kind soll vor der Berufswahl mindestens einmal programmieren, um die Gestaltung der digitalen Welt zu erleben.
    • Begründung: Programmieren wirkt wie ein „digitales Krabbeln“ – es fördert Selbstwirksamkeit und zeigt, dass Technik gestaltbar ist.
    • Zielgruppe: Fokus auf die Sekundarstufe I (6.–9. Klasse), da hier die größte persönliche Wirkung auf Denken, Handeln und soziale Umwelt erzielt wird.
  • 21st Century Skills: Durch Programmieren werden kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und die Fähigkeit zur Informationsbeurteilung (Judgement Economy) trainiert.

Hochschulen als Knotenpunkte regionaler Bildungsökosysteme

  • Kooperationsmodell: Studierende agieren als Mentor:innen und Rolemodels in Schulklassen.
    • Vorteile für Studierende:
      • Entwicklung von Soft Skills (z. B. komplexe Themen verständlich erklären).
      • Praxiserfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen.
      • Möglichkeit zur Vergabe von Credit Points für das Engagement.
    • Vorteile für Hochschulen:
      • Positionierung als zentrale Akteur:innen in der Region.
      • Geringer Aufwand bei hoher Sichtbarkeit (z. B. durch Formate wie die „City Hacker School“).
  • Beispiel „City Hacker School“:
    • Kooperation mit der Hochschule Worms: In einer Woche wurden 923 Kinder durch die Hochschule geschleust, um digitale Projekte umzusetzen.
    • Nutzung der Hochschulinfrastruktur (z. B. LAN-Plätze) als Alternative zu oft unzuverlässigem Schul-WLAN.

Entmystifizierung von KI und digitale Mündigkeit

  • Kritischer Umgang mit KI:
    • Ziel ist, Jugendlichen zu vermitteln, wie neuronale Netze und Wahrscheinlichkeiten funktionieren – statt KI blind zu vertrauen.
    • Beispiel: Einfache Erklärungen zu KI-Grundlagen (z. B. „Gehirn mit einer Gehirnzelle“ als Metapher für neuronale Netze).
  • Judgement Economy:
    • Betonung der Fähigkeit, Informationen zu bewerten – besonders relevant im Kontext von KI-generierten Inhalten.
    • Hintergrund: Jugendliche konsumieren zwar viel Medien, hinterfragen aber seltener deren Glaubwürdigkeit.

Abbau von Barrieren und berufliche Orientierung

  • Soziale Ungleichheit:
    • Kooperationen mit Schulen erreichen alle Kinder, unabhängig von sozioökonomischem Hintergrund.
    • Argument: Es ist keine „Gutmenschentum“, sondern eine ökonomische Notwendigkeit, kein Kind zurückzulassen.
  • Rolemodels:
    • Studierende wirken als nahbare Vorbilder, besonders für sozial benachteiligte Kinder.
    • Effekt: Jugendliche sehen, dass Studium und digitale Berufe zugänglich und erstrebenswert sind.

Wirkung und Skalierung

  • Wirkungsmessung:
    • Unterscheidung zwischen Input (Ressourcen), Output (Anzahl Kurse), Outcome (persönliche Veränderung der Kinder) und Impact (gesellschaftliche Wirkung).
    • Ergebnisse: In der 6.–7. Klasse zeigen sich die größten Veränderungen in Denken und Handeln (z. B. Mädchen entdecken Interesse an MINT).
  • Skalierungsziel:
    • 375.000 Kinder pro Jahr erreichen – entspricht etwa einem deutschen Jahrgang.
    • Hebel: Ehrenamtliche IT-Expert:innen (3.500 aktive Mentor:innen) und Kooperationen mit Hochschulen.

3. Fazit

Handlungsempfehlung: Hochschulen sollten Kooperationen mit der Hacker School eingehen, um:

  1. Studierende als digitale Multiplikator:innen zu qualifizieren und ihnen praxisnahe Lernerfahrungen zu ermöglichen.
  2. Regionale Bildungsökosysteme zu stärken – durch Formate wie die City Hacker School oder die Vergabe von Credit Points.
  3. Barrieren abzubauen und Jugendlichen – besonders aus benachteiligten Gruppen – Zugang zu digitalen Kompetenzen und Rolemodels zu bieten.
  4. KI und Digitalisierung zu entmystifizieren, indem Jugendliche lernen, Technologien kritisch zu hinterfragen und aktiv zu gestalten.

Botschaft: Digitale Bildung ist kein Luxus, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung. Durch Kooperationen können Hochschulen einen konkreten Beitrag leisten – mit geringem Aufwand, aber großer Wirkung.

Glossar

KI-generierter Inhalt
BegriffDefinition
Hacker SchoolEine Non-Profit-Organisation, die durch ehrenamtliche IT-Expert:innen Jugendlichen praxisnahe digitale Kompetenzen und Programmieren vermittelt.
Digitales KrabbelnEine Metapher für das Erlernen des Programmierens, um die Selbstwirksamkeit zu fördern und zu verstehen, dass die digitale Welt gestaltbar ist.
21st Century SkillsEin Set aus Zukunftskompetenzen, bestehend aus kritischem Denken, Kommunikation, Kollaboration und Kreativität.
Judgement EconomyDie Fähigkeit und Notwendigkeit, Informationen in einer KI-geprägten Welt kritisch zu bewerten und ihre Glaubwürdigkeit zu beurteilen.
City Hacker SchoolEin Kooperationsformat zwischen Hochschulen und der Hacker School, bei dem die Hochschulinfrastruktur genutzt wird, um regional viele Kinder gleichzeitig zu erreichen.
BildungsökosystemeResiliente, kooperative und skalierbare Netzwerke aus Schulen, Hochschulen und Praxispartnern zur Förderung digitaler Bildung.
OutcomeDie messbare persönliche Veränderung im Denken und Handeln eines Kindes als Resultat eines Bildungsangebots.
RolemodelsStudierende, die als nahbare Vorbilder fungieren, um Jugendlichen den Zugang zu Studium und digitalen Berufen zu erleichtern.

Diagramm

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100%
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      ["Programmieren für Selbstwirksamkeit"]
      ["Zielgruppe: Sekundarstufe I"]
    ["Hochschulen als Knotenpunkte"]
      ["Studierende als Mentor:innen"]
      ["Credit Points für Engagement"]
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      ["Grundlagen neuronaler Netze"]
      ["Judgement Economy fördern"]
    ["Barrieren abbauen"]
      ["Soziale Ungleichheit überwinden"]
      ["Rolemodels für benachteiligte Kinder"]
    ["Skalierung & Wirkung"]
      ["375.000 Kinder/Jahr erreichen"]
      ["Wirkungsmessung: Outcome & Impact"]