Session-Dokumentation • Lightning talk • Deutsch

Lightning Talks: Kompetenzen & Lernen

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KI-generierter Inhalt

Zusammenfassung

KI-generierter Inhalt

Hier die kompakte Zusammenfassung der Lightning Talks in strukturierter Form:


Talk 1: ECHO – Feedback, das Lernen auslöst

Kontext Feedback nach Präsentationen bleibt oft oberflächlich („Schöne Folien!“). KI-generierte Inhalte verstärken die Notwendigkeit, Reflexion und Austausch in der Präsenzlehre zu vertiefen.

Kernaussage Das OER-Kartenset ECHO (30 Leitfragen, www.echo-karten.de) strukturiert Feedback in drei Perspektiven:

  • Comment: Rückmeldungen der Zuhörenden an Vortragende (z. B. „Was hätte ich mir ausführlicher gewünscht?“).
  • Highlight: Selbstreflexion der Zuhörenden über zentrale Inhalte (z. B. „Wie verknüpfe ich das Gehörte mit meinem Vorwissen?“).
  • Optimize: Selbstreflexion der Vortragenden (z. B. „Was lief gut/schlecht?“). ECHO ist fachübergreifend einsetzbar (analog/digital) und fördert wertschätzende Lernmomente statt oberflächlicher Höflichkeit.

Fazit Feedbackprozesse durch klare Reflexionsfragen professionalisieren – für nachhaltiges Lernen und Austausch.


Talk 2: Transformieren lernen – Future Skills im Engagement sichtbar machen

Kontext Future Skills (z. B. Demokratiekompetenz) werden in der Hochschulbildung gefordert, aber selten systematisch gefördert. Zivilgesellschaftliches Engagement bietet hier ungenutztes Potenzial.

Kernaussage Das EngageComp-Framework (partizipativ mit europäischen Partnern entwickelt) macht Future Skills im Engagement sichtbar:

  • 3 Kompetenzbereiche: Praxis-, individueller und sozialer Kontext (z. B. Problemlösen, Selbstreflexion, Kooperation).
  • 21 Einzelkompetenzen + Civic and Democratic Competence als übergreifende Fähigkeit. Beispiele: Studierende berichten von Empathieentwicklung oder Verantwortungsübernahme in Engagementprojekten. Quelle: EngageComp-Report (Link im Material).

Fazit Hochschulen sollten Engagement als Lernraum anerkennen und Kompetenzentwicklung durch Frameworks wie EngageComp sichtbar machen.


Talk 3: Unsichtbares Lernen – Informelle Kompetenzen im dualen Studium

Kontext Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis, doch informell erworbene Kompetenzen (z. B. Resilienz) bleiben oft unsichtbar – obwohl sie für Berufsbiografien zentral sind.

Kernaussage

  • Informelle Kompetenzen: Unbewusst im „Doing“ erworben (z. B. neue Herausforderungen in Praxisphasen).
  • Non-formale Kompetenzen: Geplant, aber nicht curricular verankert (z. B. innerbetriebliche Weiterbildungen). Problem: Fehlende Dokumentation verhindert Anerkennung (Fischer et al., 2018). Lösung: Projekte wie Dual hoch drei machen Kompetenzen sichtbar – etwa durch Reflexionstools. Quellen: HRK MODUS, EU-Kommission (2000).

Fazit Hochschulen müssen informelle Lernprozesse systematisch erfassen, um ganzheitliche Kompetenzprofile zu ermöglichen.


Talk 4: Dialog mit KI-Avataren – Lernprozesse sichtbar machen

Kontext Mündliche Prüfungen oder Pitches werden selten trainiert, obwohl Dialogfähigkeit essenziell ist. KI-Avatare bieten hier geschützte Übungsräume.

Kernaussage Das ExamSim-System (Uni Bayreuth) simuliert reale Gesprächssituationen:

  • Anwendungen: Marketingprüfungen, Sprachkurse (Italienisch), politische Pitches.
  • Didaktischer Effekt: Wiederholte Dialoge mit sofortigem Feedback machen implizite Denkprozesse hörbar (z. B. Argumentationslücken). Beispiel: Studierende üben Pizza-Bestellungen auf Italienisch oder diskutieren mit einer „Gesundheitsministerin“. Link: ExamSim-Demo (QR-Code im Material).

Fazit KI-Avatare ermöglichen praxisnahes Training mündlicher Kompetenzen – besonders dort, wo reale Übungssituationen fehlen.


Talk 5: COSMOPOLITERACY – Global-räumliche Orientiertheit als Future Skill

Kontext Future-Skills-Debatten fokussieren Digitalkompetenzen, vernachlässigen aber „mentale Weltkarten“ – essenziell für ethische Entscheidungen in globalisierten Kontexten.

Kernaussage Cosmopoliteracy umfasst:

  • Global-räumliche Orientiertheit: Wissen über Weltregionen und ihre Relationen.
  • Weltwissen + Weltverbundenheit: Phänomenologische Verankerung (z. B. „Ich fühle mich mit Region X verbunden“). Relevanz: Unterstützt BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung), Friedensförderung und Komplexitätsdenken. Umsetzung: E-Kursionen (z. B. mit Google Earth Pro) fördern digitale Welterkundung. Evaluation: Studierende berichten von erhöhtem Weltwissen und Verbundenheitsgefühl (Ruhr-Uni Bochum, 2023).

Fazit Cosmopoliteracy sollte als Future Skill curricular verankert werden – etwa durch digitale Exkursionen.


Talk 6: Hochschulübergreifende Kooperation gestalten

Kontext Lehrende arbeiten oft isoliert, obwohl Kooperationen (z. B. OER-Entwicklung) Lehrqualität und Nachhaltigkeit steigern. Das Projekt PrimOER testet kollaborative Formate.

Kernaussage

  • Spannungsfeld: Agilität (flexible Strukturen) vs. Stabilität (Routinen, Zeit).
  • Erfolgsfaktoren: Intrinsische Motivation, Kultur des Teilens, zentrale Infrastruktur (PrimOER-Portal).
  • Potenziale: Professionalisierung (OER/OEP), nachhaltige Lehrkonzepte, Vernetzung. Daten: 30 Fragebögen, 4 Gruppendiskussionen, 2 Interviews (2024–2026). Einladung: Mitgestaltung im Netzwerk (162 Mitglieder, 42 Standorte).

Fazit Kooperationen gelingen durch verlässliche Strukturen und offene Haltung – PrimOER zeigt übertragbare Ansätze.