Vom Artefakt zum System: Game Development als didaktische Methode
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Die Hochschullehre steht vor der Herausforderung, klassische produktionsorientierte Lehrformate (z. B. Poster, Essays) an die Möglichkeiten generativer KI anzupassen. Da KI solche Artefakte ohne tiefes fachliches Verständnis erstellen kann, werden Lernprozesse für Lehrende zunehmend unsichtbar. Der Arbeitskreis ProLudens setzt mit Game Development Based Learning (GDBL) auf eine alternative Methode: Lernende entwickeln eigene Spielkonzepte, um fachliche Inhalte in regelbasierte Systeme zu übersetzen. Dies fördert nicht nur die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand, sondern auch den Transfer von Wissen in interaktive Mechaniken.
Game Development Based Learning bietet eine KI-resiliente, prozessorientierte Methode, die:
Handlungsempfehlung:
Ausblick: Aktuell wird die Methode empirisch überprüft (Prä-/Posttests in Lehramtsstudiengängen und Psychologie), um ihre Wirksamkeit wissenschaftlich zu fundieren.
Während KI hochwertige statische Artefakte ohne tiefes Verständnis erstellen kann, ist sie aktuell sehr schlecht darin, komplexes Fachwissen in kohärente, regelbasierte Spielprinzipien und dynamische Systeme zu übersetzen.
Nein, Vorerfahrung ist nicht zwingend erforderlich, da viele Lernende implizites Wissen durch ihre Lebenswelt mitbringen. Zudem gleichen ausgewogene Teams mit unterschiedlichen Kompetenzen Wissenslücken aus.
KI wird als unterstützendes Werkzeug für einzelne Assets eingesetzt, beispielsweise zur Generierung von Texten, Grafiken, Skripten oder Audiofiles, um die technische Umsetzung zu erleichtern.
Serious Games haben keinen primären Unterhaltungsfokus, sondern dienen primär der Vermittlung von Inhalten oder der akkuraten Abbildung fachlicher Logiken und Systeme.
Die Methode wird derzeit empirisch durch Studien mit Experimental- und Kontrollgruppen in den Studiengängen Psychologie und Lehramt mittels Prä- und Posttests evaluiert.
mindmap
root)Game Development als didaktische Methode(
["Problemstellung: KI & klassische Formate"]
["KI generiert Artefakte ohne Fachverständnis"]
["Lernprozesse für Lehrende unsichtbar"]
["GDBL als Lösung"]
["Spiele als regelbasierte Systeme"]
["Doppelte Funktion: Prozess & Produkt"]
["Kompetenzdimensionen"]
["Deklaratives & prozedurales Wissen"]
["Metakognition & Reflexion"]
["Vorteile vs. statische Medien"]
["Dynamische Systeme & Interdependenzen"]
["Kooperatives Lernen & Teamarbeit"]
["Förderung multipler Kompetenzen"]
["Medien- & KI-Kompetenz"]
["Vermittlungskompetenz & DPEC-Modell"]