Wenn KI nicht nur antwortet, sondern handelt: Agenten an Hochschulen
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„Die Shift von der Antwort zu Aktion verändert alles.“
„Der Problemlöser, der vorher einfach 'n Drucker repariert wird zum Supervisor dieses hybriden Agenten Mensch Teams.“
„Es braucht eine Steuerung, eine Verantwortung und eine Organisationsentwicklung, die neu diskutiert werden muss.“
Die Session thematisiert den Einsatz agentischer KI-Systeme an Hochschulen, die nicht nur Fragen beantworten, sondern autonom handeln – etwa durch die eigenständige Bearbeitung von Online-Kursen oder die Nutzung von Software-Tools. Das interdisziplinär erarbeitete Diskussionspapier des Hochschulforums Digitalisierung analysiert die Abgrenzung zu generativer KI, Einsatzszenarien sowie die Auswirkungen auf Lehre, Verwaltung und Forschung. Im Fokus stehen Fragen nach Verantwortung, Steuerungslogiken und neuen Kompetenzanforderungen.
Der Einsatz von KI-Agenten führt zu neuen Berufsrollen und verändert bestehende Aufgabenprofile:
Agentische KI-Systeme erfordern proaktive Gestaltung an Hochschulen – sowohl technisch als auch organisatorisch. Zentrale Handlungsempfehlungen:
Quelle: Diskussionspapier „Agentische KI im Hochschulsystem“ (Hochschulforum Digitalisierung).
Am KIT wird derzeit ein agentisches System zur Vorprüfung von Auftragsverarbeitungsverträgen entwickelt, wodurch Menschen schneller prüfen und entscheiden können.
Ein Einstieg ist über Open-Source-Software auf dem eigenen Rechner möglich, wobei für die Modelle API-Zugänge (z. B. via OpenRouter) genutzt werden können, solange keine vertraulichen Daten verarbeitet werden.
Es wird empfohlen, nicht zu warten, sondern selbst zu experimentieren. Dabei wird zwischen organisatorischen Agenten (z. B. für das Campusmanagement) und individuellen Agenten auf dem eigenen System unterschieden.
Die Relevanz wird anhand des Mehrwerts im Verhältnis zum Aufwand und dem Token- bzw. Energieverbrauch bestimmt. Da es noch wenige Best Practices gibt, ist ein experimentelles Vorgehen mit anschließendem Monitoring notwendig.
Anstatt den Einsatz aus Angst zu verbieten, sollten Hochschulen sich proaktiv damit auseinandersetzen, um zu verhindern, dass Mitarbeitende dienstliche Aufgaben über unsichere Privataccounts erledigen.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Agentische KI | KI-Systeme, die nicht nur reaktiv antworten, sondern autonom mehrschrittige Pläne erstellen, in Systeme eingreifen und direkt mit ihrer Umwelt interagieren. |
| Generative KI | KI-Systeme, die auf Anfragen reagieren und Inhalte generieren, jedoch primär reaktiv bleiben und keine eigenständigen Aktionen in externen Systemen ausführen. |
| Agentic Professionalism | Eine neue Kernkompetenz für den professionellen Umgang mit agentischen KI-Systemen, die über grundlegende AI Literacy hinausgeht. |
| AI Orchestrator:innen | Eine neue organisatorische Rolle, die für die Koordination und Steuerung komplexer KI-Agenten-Abläufe zuständig ist. |
| Governance | Die Festlegung von Steuerungsstrukturen, Verantwortlichkeiten und Leitplanken für den rechtssicheren und transparenten Einsatz von KI-Agenten an Hochschulen. |
| Management von Autonomie | Die Metakompetenz, abzuwägen, wie viel Entscheidungsfreiheit ein KI-Agent erhalten darf und wo menschliche Eingriffe zwingend erforderlich sind. |
| Token-Verbrauch | Die Maßeinheit für die Rechenleistung und Kosten bei der Nutzung von KI-Modellen, die bei kontinuierlich laufenden Agenten zu hohen Kosten führen kann. |
| Schatten-KI | Die ungesteuerte Nutzung privater KI-Accounts für dienstliche Zwecke aufgrund fehlender institutioneller Lösungen. |
mindmap
root)Agentische KI an Hochschulen(
["Abgrenzung KI-Typen"]
["Generative KI: reaktiv"]
["Agentische KI: autonom"]
["Rollen- und Kompetenzverschiebungen"]
["Technischer Support als Supervisor"]
["Lehrende als Lernarchitekt:innen"]
["Governance und Verantwortung"]
["Klare Entscheidungsbefugnisse"]
["Transparenz durch Protokollierung"]
["Erweiterte Kompetenzanforderungen"]
["Management von Autonomie"]
["Ethische Resilienz"]
["Strategien zur Einführung"]
["Pilotprojekte mit Open-Source"]
["Kostenkontrolle und Monitoring"]