Under Pressure, but by design: Druck von außen als Gestaltungsmittel im Inneren
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„Sehen da drin vor allen Dingen eigentlich 'n guten Impuls, also kein Nach sondern Druck beispielsweise als Impuls, alte und verkrustete Strukturen in Hochschulen aufzubrechen [...]“
„Wir gestalten nicht nur Interfaces, sondern wir gestalten die Bedingungen, unter denen Menschen, den entstehenden Räumen sich orientieren können und handlungsfähig werden.“
„Die eigentliche Transformation an Hochschulen entsteht dann vielleicht erst durch die gemeinsame Aushandlung zwischen Menschen und KI erweitert dabei den Möglichkeit ersetzt aber nicht die institutionelle Verantwortung.“
Der Vortrag der Referent:innen Vincent Timm und Stefan Wölwer (HAWK Hildesheim) thematisiert, wie Hochschulen auf den technologischen und gesellschaftlichen Druck durch generative KI reagieren können. Statt passiv zu bleiben, wird der Druck als Impuls genutzt, um digitale Souveränität und zukunftsfähige Strukturen aktiv zu gestalten. Am Beispiel des Projekts HAWKI – einer datenschutzkonformen KI-Infrastruktur für Hochschulen – zeigen sie, wie technische, organisatorische und pädagogische Aspekte vernetzt werden können, um ein ganzheitliches KI-Ökosystem aufzubauen.
Kontakt und Ressourcen:
Die wichtigste Lehre ist, dass ein funktionierender Prototyp effektiver ist als langwierige Gremiensitzungen, um Entscheidungsträger zu überzeugen. Zudem half eine kooperative Haltung des Datenschutzteams und des Präsidiums, Lösungen zu finden statt nur Verbote auszusprechen.
HAWKI fungiert als Schnittstelle, an die Hochschulen verschiedene LLMs anbinden können. Es werden bereits europäische Modelle genutzt, etwa über die GWDG in Göttingen oder durch komplett autarke, lokal aufgesetzte Modelle an der JLU Gießen.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| HAWKI | Eine datenschutzkonforme, offene KI-Infrastruktur und ein Interface für Hochschulen, das den Zugang zu generativer KI und institutionellen Wissensbeständen ermöglicht. |
| HAWKI RAG | Eine Erweiterung von HAWKI, die institutionelles Wissen aus Dokumenten und Regelwerken so aufbereitet, dass es dialogisch und kontextsensibel nutzbar wird. |
| Augmented Creativity | Ein Konzept der symbiotischen Zusammenarbeit, bei dem generative KI die menschliche Kreativität erweitert, während die Entscheidungsmacht und Verantwortung beim Menschen bleiben. |
| Multi-entitäre Teams | Zusammenarbeit in Interaktionsräumen, in denen Menschen, Organisationen und KI-Systeme als gleichberechtigte computerbasierte Akteure interagieren. |
| Digitale Souveränität | Die Fähigkeit von Hochschulen, die technologische Zukunft durch eigene, gestaltbare Infrastrukturen und datenschutzkonforme Modelle selbstbestimmt zu steuern. |
| Prompt Injection | Ein Sicherheitsrisiko bei KI-Systemen, bei dem durch gezielte Eingaben versucht wird, die Steuerung der KI zu manipulieren oder Datenabflüsse zu provozieren. |
| Föderale Infrastruktur | Ein Netzwerkmodell, bei dem Ressourcen und Expertise zwischen verschiedenen Hochschulen geteilt werden, um Einzelbelastungen zu reduzieren und gemeinsame Governance zu schaffen. |
| Interaction Design | Die Gestaltung der Bedingungen und Interfaces, unter denen Menschen, Organisationen und KI-Systeme sicher und produktiv miteinander interagieren können. |
mindmap
root)Under Pressure, but by design: Druck von außen als Gestaltungsmittel im Inneren(
["Druck als Gestaltungsimpuls"]
["Technologischer Druck durch KI"]
["Chance für Hochschulstrukturen"]
["Analogie zur Glühbirne"]
["HAWKI als soziotechnisches Ökosystem"]
["User Interface & Modell-Anbindung"]
["Lokale IT-Systeme & Datensätze"]
["Governance & Raummetapher"]
["Multientitäre Teams"]
["KI als computerbasierter Akteur"]
["Augmented Creativity"]
["Menschliche Handlungsmacht"]
["Föderale Infrastruktur"]
["Vernetzung & Ressourcenknappheit"]
["Beispiele: LernKI, Virtueller Campus"]
["Governance-Modelle"]
["Iteratives Vorgehen"]
["Prototypen statt Gremienarbeit"]
["Partizipative Entwicklung"]
["App Store für Assistenzsysteme"]