New Work beyond hype: Wie Hochschulen zu Lernorten zukunftsorientierter Arbeit werden
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„Mehr Steuerung erzeugt nicht automatisch mehr Veränderung. [...] Veränderung entsteht dort, wo Menschen sich als Teil der Veränderung verstehen.“
„Die beste Struktur und die besten Tools, die man sich ein, die man einführt, erzeugt noch keine gute Zusammenarbeit [...] Sie erzeugen auch noch kein Vertrauen miteinander.“
„In Hochschulen [ist] Innerwork kein Softfactor, sondern eine ganz wichtige Transformationskompetenz. Sie schafft Vertrauen, Sinn- und Veränderungsbereitschaft, damit in diesem autonomen Teilsystem kollektives Handeln entstehen kann.“
Der Vortrag von Anne Prill (CHE Centrum für Hochschulentwicklung) thematisiert die Rolle von New Work in Hochschulen, die unter hohem Transformationsdruck stehen. Hochschulen sollen gleichzeitig Stabilität, Innovation und Beteiligung ermöglichen, doch bestehende Strukturen sind oft träge. New Work wird häufig als Lösung diskutiert, doch der Vortrag hinterfragt, ob das Konzept mehr als ein Buzzword ist. Im Fokus steht die These, dass nachhaltige Veränderung nicht allein durch neue Strukturen, sondern durch „Inner Work“ – also Haltung, Reflexion und psychologische Sicherheit – gelingt.
Hochschulen werden nicht zukunftsfähig, indem sie New Work „einführen“, sondern indem sie Wandel gemeinsam gestalten. Dafür sind drei Faktoren zentral:
Handlungsempfehlung:
| Begriff | Definition |
|---|---|
| New Work | Ein Orientierungsrahmen für sinnstiftende, selbstbestimmte und gemeinschaftliche Arbeit, der über flexible Arbeitsmodelle hinausgeht. |
| Inner Work | Eine Transformationskompetenz, die Haltung, Reflexion, Vertrauen und psychologische Sicherheit umfasst, um kollektives Handeln zu ermöglichen. |
| Lose gekoppelte Systeme | Eine Organisationslogik von Hochschulen, bei der autonome Teilsysteme wie Fakultäten und Institute nebeneinander existieren und Innovation sowie Beharrungsvermögen gleichzeitig ermöglichen. |
| Enthierarchisierung | Die Veränderung von Führungsstrukturen durch die Reduzierung von Hierarchien zugunsten von partizipativen Entscheidungsmechanismen und Selbstorganisation. |
| Intrinsische Motivation | Die innere Antriebskraft der Hochschulangehörigen, die durch Beteiligung und Sinnstiftung aktiviert wird und die Grundlage für wirksame Transformation bildet. |
| Psychologische Sicherheit | Ein zentraler Bestandteil der Inner Work, der als Voraussetzung für Veränderungsbereitschaft und die Übernahme von Verantwortung dient. |
mindmap
root)New Work beyond hype(
["New Work als Orientierungsrahmen"]
["Selbstbestimmung & Sinnhaftigkeit"]
["4 Stoßrichtungen (Fraunhofer IAO)"]
["Hochschulen als lose Systeme"]
["Autonome Teilsysteme"]
["Beharrungsvermögen vs. Innovation"]
["Inner Work als Hebel"]
["Haltung & Reflexion"]
["Psychologische Sicherheit"]
["Balance Stabilität/Beweglichkeit"]
["Stabilität der Eiche"]
["Beweglichkeit des Schilfs"]
["Grenzen & Herausforderungen"]
["Ressourcenmangel & Workload"]
["Mindset entscheidend"]