Offenheit gestalten: Wie Wissensorte Transfer lebendig machen
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„Dieser Transfer, dieser Wissenstransfer soll so aussehen, dass das Wissen sichtbarer wird, dass das Wissen zugänglicher wird, aber auch wirksamer.“
„Diese Räume oder diese Wissensorte sollen da sein, wo die Menschen ohnehin schon unterwegs sind.“
„Die Offenheit in dem Sinne, dass wir eben durch diese Zugänglichkeit zum Transfer zum Wissen die wir haben möchten, müssen wir eine gewisse Offenheit geben. Spontane Ideen zulassen zu können. Aber diese Offenheit braucht auch eine gewisse Struktur, einen Rahmen zu bilden.“
Die Session stellt das Projekt „Transfer und Transformation“ (TuT) der Ostfalia Hochschule vor, das darauf abzielt, Wissenstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft nicht nur programmatisch zu formulieren, sondern durch physische, digitale und soziale Infrastrukturen dauerhaft zu verankern. Im Fokus stehen Wissensorte als niedrigschwellige Schnittstellen, die Begegnung, Austausch und Innovation ermöglichen. Die Referent:innen berichten über Aufbau, Funktionen und Herausforderungen eines transferorientierten Ökosystems und diskutieren übertragbare Ansätze für eine „Connected University“.
Die Wissensorte der Ostfalia Hochschule zeigen, wie Offenheit infrastrukturell und organisatorisch gestaltet werden kann, um Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig zu verbinden. Der Ansatz geht über klassischen Wissenstransfer hinaus: Durch Begegnung, Vertrauen und Netzwerke entstehen neue Perspektiven, Kooperationen und gemeinsame Lösungsansätze. Die größte Herausforderung bleibt die langfristige Sicherung von Ressourcen, doch die Erfahrungen des TuT-Projekts bieten wertvolle Impulse für andere Hochschulen, die eine „Connected University“ anstreben.
Handlungsempfehlung: Hochschulen sollten bei der Einrichtung von Wissensorte auf zentrale Lage, flexible Nutzungskonzepte und enge Kooperationen mit regionalen Partnern setzen. Gleichzeitig gilt es, kommunikative Prozesse frühzeitig zu strukturieren und Evaluationsmethoden zu entwickeln, die sowohl quantitative als auch qualitative Wirkungen erfassen.
Das Projektteam bestand über die Laufzeit von drei Jahren aus etwa fünf bis sechs Personen, wobei die Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfenbüttel beim Aufbau eine große Hilfe war.
Die Buchung der Räumlichkeiten wird durch die Stadt Wolfenbüttel organisiert und kann über die entsprechende Webseite erfolgen.
Ein direkter Return on Invest ist schwierig zu messen, da qualitative Effekte wie das entstehende Interesse von Kindern an der Wissenschaft eine langfristige Investition in die Zukunft darstellen, die nicht sofort quantifizierbar ist.
Die Evaluation erfolgte extern sowie im Rahmen einer Bachelorarbeit durch die Analyse von Veranstaltungsdaten, Teilnehmerzahlen sowie durch Interviews mit Planern, Durchführenden und Besuchern.
Zur langfristigen Finanzierung werden neue Projektanträge gestellt und die Räumlichkeiten werden zur Miete angeboten.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Transfer und Transformation (TuT) | Ein Projekt und strategischer Ansatz der Ostfalia Hochschule zur dauerhaften strukturellen Verankerung von Wissens- und Innovationstransfer. |
| Wissensorte | Physische, digitale und soziale Räume, die als niedrigschwellige Schnittstellen zwischen Hochschule und Gesellschaft fungieren, um Zugang zu Wissen und Forschung zu ermöglichen. |
| Third Mission | Der gesellschaftliche Auftrag von Hochschulen, neben Lehre und Forschung aktiv an gesellschaftlichen Veränderungen mitzuwirken und Lösungen für Herausforderungen beizutragen. |
| Connected University | Ein Konzept für eine Hochschule, die durch infrastrukturelle und organisatorische Offenheit eng mit der Gesellschaft und regionalen Akteuren vernetzt ist. |
| Reallabore | Physische, digitale oder soziale Schnittstellen, die als Experimentierfelder für den Transfer zwischen Hochschule und Gesellschaft dienen. |
| WOW – Wissensort Wolfenbüttel | Ein interdisziplinärer Begegnungsraum in zentraler Innenstadtlage, der als Kooperation zwischen der Stadt Wolfenbüttel und der Ostfalia Hochschule entstand. |
| Campus Corner | Ein strategisch platzierter Wissensort auf dem Campus, der als Treffpunkt für Studierende und Interessierte für lockere Austauschformate und Mini-Workshops dient. |
| Atelier 2.0 | Ein in Wolfsburg ansässiger Wissensort mit Fokus auf Design und Innovation, der als Experimentierfeld für neue Formate genutzt wird. |
mindmap
root)Offenheit gestalten: Wissensorte für lebendigen Transfer(
["Projekt 'Transfer und Transformation' (TuT)"]
["Ziel: Third Mission stärken"]
["Förderung: 1,5 Mio. Euro (2020-2023)"]
["Strategie: Wissenschaft sichtbar machen"]
["Wissensorte als Infrastruktur"]
["Campus Corner: Austausch für Studierende"]
["Atelier 2.0: Design & Innovation"]
["WOW Wolfenbüttel: Stadt-Hochschule-Kooperation"]
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["Offenheit & Struktur balance"]
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["Nachhaltige Finanzierungsmodelle"]