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Mehr als Gremien: Wie du deine Student Engagement Strategie für die Hochschule entwickelst!

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Sondercluster

KI-generierter Inhalt

📚 Student Voices Studierende agieren hier als gleichberechtigte Co-Konzeptor:innen, die durch die Mitgestaltung der KI-Strategie und den „Reformforce“-Fonds eigene Bedarfe und Projektideen direkt in die Hochschulentwicklung einbringen. Ihre Perspektive wird insbesondere durch die Nutzung niedrigschwelliger, studentischer Räume und Kanäle wie Instagram-Reels sichtbar gemacht.

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Zusammenfassung

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Kontext

Die Veranstaltung thematisiert die Weiterentwicklung studentischer Beteiligungsformate an Hochschulen. Während klassische Gremienstrukturen (z. B. Studierendenparlamente, Fakultätsräte) etabliert sind, zeigen sich unter digitalen Bedingungen Grenzen: Repräsentative Systeme sind oft indirekt und hierarchisch, wodurch viele Studierendenstimmen strukturell ungehört bleiben. Die Referent:innen berichten aus der Praxis der Europa-Universität Viadrina, wo im Rahmen eines Reformprozesses neue, direkte und niedrigschwellige Partizipationsformate erprobt wurden. Ziel ist es, eine breitere, responsivere Einbindung von Studierenden in hochschulpolitische Entscheidungen zu ermöglichen.


Kernaussagen

1. Ergänzung repräsentativer Gremien durch direkte Beteiligung

  • Problem: Klassische Gremien (z. B. Fakultätsräte) sind oft hierarchisch und indirekt – wenige Vertreter:innen entscheiden für viele, was zu einer ungleichen Repräsentation führt (z. B. 4 Studierende vs. 8 Professor:innen im Fakultätsrat).
  • Lösung: Direkte Beteiligungsformate schaffen, die niedrigschwellig und kontextsensibel sind. Beispiele:
    • Workshops in studentischen Räumen (z. B. Studiclub, Mensa) statt in universitären Seminarräumen, um Hierarchien abzubauen.
    • Pop-up-Stände in frequentierten Bereichen (z. B. vor der Mensa) für spontane Meinungsäußerungen.
  • Effekt: Höhere Beteiligung, da Studierende dort erreicht werden, wo sie sich ohnehin aufhalten.

2. Multikanal-Kommunikation und Kontextualisierung

  • Herausforderung: Komplexe Reformdokumente (z. B. 70-seitige Konzepte) werden von Studierenden selten gelesen.
  • Strategie:
    • Mehrfachansprache über verschiedene Kanäle: Social Media (Reels), Moodle-Kurse, E-Mails, Plakate, Wohnheimgruppen.
    • Einfache Sprache und visuelle Aufbereitung (z. B. kurze Videos statt langer Texte).
    • Wiederholung: Annahme, dass Informationen erst nach dem dritten Kontakt wahrgenommen werden.
  • Beispiel: Reformkonzept wurde in Instagram-Reels aufbereitet, um Inhalte zugänglicher zu machen.

3. Kombination verschiedener Partizipationsmethoden

  • Methodenmix steigert die Beteiligungsquote:
    • Workshops: Intensive Meinungsbildung in kleinen Gruppen (z. B. zu Themen wie KI-Strategie).
    • Online-Umfragen: Schnelle Stimmungsbilder (z. B. per QR-Code auf Plakaten oder in Newslettern).
    • Finanzielle Anreize: "Reformforce"-Fonds, der Studierenden und Hochschulmitarbeitenden Mittel für eigene Projektideen zur Verfügung stellt.
  • Erfolgsfaktor: Formate bauen aufeinander auf (z. B. Social-Media-Kampagnen als Grundlage für Workshop-Teilnahmen).

4. Zusammenarbeit auf Augenhöhe

  • Prinzip: Studierende werden bereits in der Konzeptionsphase von Projekten eingebunden – nicht erst in der Umsetzung.
  • Beispiele:
    • Enge Kooperation zwischen studentischer Vizepräsidentin, Referent:innen für Studienreform und Hochschulleitung.
    • Reformprozesse (z. B. KI-Strategie) als Hebel für partizipative Kultur: Studierende bringen Perspektiven ein, die sonst unberücksichtigt bleiben (z. B. Ängste oder Bedarfe im Umgang mit KI).
  • Wirkung: Höhere Akzeptanz und Relevanz der Ergebnisse, da Studierende als gleichberechtigte Partner:innen wahrgenommen werden.

5. Vernetzung der studentischen Beteiligungssphären

  • Problem: Informationsverluste zwischen verschiedenen studentischen Gruppen (z. B. Fachschaften vs. gewählte Gremien wie Studierendenparlament).
  • Lösung:
    • Regelmäßige Vernetzungstreffen (z. B. "Gremienvernetzungskonferenz" an der FH Potsdam), bei denen sich alle studentischen Vertreter:innen austauschen.
    • Ziele: Koordination von Strategien, Vermeidung von Doppelstrukturen, Sichtbarmachung von Aufgaben (z. B. wer ist für welche Themen zuständig?).
  • Format: Oft als Wochenendveranstaltung mit Budget für Catering, organisiert von AStA oder Studierendenparlament.

6. Iteratives Vorgehen: Bottom-up statt Gesamtstrategie

  • Ansatz: Statt einer umfassenden Engagement-Strategie werden kleine Experimente in spezifischen Themenfeldern (z. B. KI-Strategie) gestartet.
  • Vorteile:
    • Lernprozesse: Erfolge und Misserfolge fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.
    • Skalierbarkeit: Bewährte Formate werden auf andere Bereiche übertragen (z. B. von KI auf Nachhaltigkeit).
  • Beispiel: Reformforce-Fonds als Pilotprojekt für finanzielle Förderung studentischer Ideen.

Fazit

Die Referent:innen empfehlen Hochschulen, direkte Beteiligungsformate als Ergänzung zu klassischen Gremien zu etablieren, um eine breitere und responsivere Studierendenstimme zu ermöglichen. Konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Niedrigschwellige Formate in studentischen Räumen (z. B. Mensa, Studiclub) anbieten.
  2. Multikanal-Kommunikation nutzen, um komplexe Inhalte zugänglich zu machen (z. B. Social Media, Moodle).
  3. Methodenmix aus Workshops, Umfragen und finanziellen Anreizen einsetzen, um unterschiedliche Bedürfnisse abzudecken.
  4. Zusammenarbeit auf Augenhöhe institutionalisieren – Studierende frühzeitig in Entscheidungsprozesse einbinden.
  5. Vernetzung zwischen studentischen Gruppen fördern, um Informationsverluste zu vermeiden.
  6. Iterativ vorgehen: Kleine Experimente starten, Learnings sammeln und erfolgreiche Formate skalieren.

Botschaft: Student Engagement gelingt, wenn es kontextsensibel, inklusiv und partnerschaftlich gestaltet wird – und wenn Hochschulen bereit sind, tradierte Strukturen zu hinterfragen.

Fragen & Antworten

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Gibt es Daten, inwieweit die neuen Formate von allen Studierendengruppen genutzt werden und ob die Repräsentanz dadurch erhöht wurde?

Es liegen keine wissenschaftlichen Daten vor, jedoch gibt es quantitative Indikatoren wie die Nutzung von Social-Media-Kanälen (Instagram, Telegram, WhatsApp) und die Teilnehmerzahlen der Workshops. Ziel ist es, durch eine Vielzahl an Angeboten eine größere Reichweite zu erzielen als über klassische Gremien.

Wie wurde der dahinterliegende Kulturwandel in der Universität verwirklicht?

Der Kulturwandel ist ein laufender Prozess, der unter anderem durch die Etablierung des Amtes der studentischen Vizepräsidentschaft vorangetrieben wird. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, in der die studentische Stimme in Gremien mehr auf Augenhöhe wahrgenommen wird und eine Relevanz für Transformationsprozesse erhält.

Wie ist das Großformat gestaltet, bei dem alle Beteiligten miteinander sprechen (z. B. Vernetzungstreffen)?

Ein Beispiel sind die Gremienvernetzungskonferenzen, die oft als studentisch organisierte Wochenendveranstaltungen stattfinden. Diese dienen dazu, alle studentischen Gremien zu verbinden, Aufgaben zu klären und die Koordination von Strategien und Projekten zu verbessern.

Diagramm

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100%
mindmap
  root)Student Engagement Strategie für Hochschulen(
    ["Ergänzung repräsentativer Gremien"]
      ["Niedrigschwellige direkte Formate"]
      ["Workshops in studentischen Räumen"]
      ["Pop-up-Stände für spontane Meinungen"]
    ["Multikanal-Kommunikation"]
      ["Social Media (Reels, Moodle)"]
      ["Einfache Sprache & visuelle Aufbereitung"]
      ["Wiederholte Ansprache (3 Kontakte)"]
    ["Methodenmix für Partizipation"]
      ["Workshops zu Themen wie KI"]
      ["Online-Umfragen per QR-Code"]
      ["Finanzielle Anreize (Reformforce-Fonds)"]
    ["Zusammenarbeit auf Augenhöhe"]
      ["Studierende in Konzeptionsphase einbinden"]
      ["Gleichberechtigte Partnerschaft"]
      ["Höhere Akzeptanz durch Mitgestaltung"]
    ["Vernetzung studentischer Gruppen"]
      ["Regelmäßige Vernetzungstreffen"]
      ["Koordination von Strategien"]
      ["Vermeidung von Doppelstrukturen"]
    ["Iteratives Vorgehen"]
      ["Kleine Experimente starten"]
      ["Lernprozesse nutzen"]
      ["Erfolgreiche Formate skalieren"]