Mehr als Gremien: Wie du deine Student Engagement Strategie für die Hochschule entwickelst!
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📚 Student Voices Studierende agieren hier als gleichberechtigte Co-Konzeptor:innen, die durch die Mitgestaltung der KI-Strategie und den „Reformforce“-Fonds eigene Bedarfe und Projektideen direkt in die Hochschulentwicklung einbringen. Ihre Perspektive wird insbesondere durch die Nutzung niedrigschwelliger, studentischer Räume und Kanäle wie Instagram-Reels sichtbar gemacht.
„Unserer Meinung nach sind die Gremien total super und hilfreich, aber leider wird die studentische Stimme da nicht in der Form gehört, die sie vielleicht verdient hätte.“
„Diese Workshops haben besser funktioniert, sobald wir in studentische Räume gegangen sind, wo Studierende sowieso schon war. [...] So ein bisschen dieses Prinzip von man geht dahin, wo die so schon sind, anstatt dass man sie in ins eigene Büro einlädt.“
„Wenn man Studierenden erreichen möchte, ist es ratsam, mit Studierenden voranzubringen.“
Die Veranstaltung thematisiert die Weiterentwicklung studentischer Beteiligungsformate an Hochschulen. Während klassische Gremienstrukturen (z. B. Studierendenparlamente, Fakultätsräte) etabliert sind, zeigen sich unter digitalen Bedingungen Grenzen: Repräsentative Systeme sind oft indirekt und hierarchisch, wodurch viele Studierendenstimmen strukturell ungehört bleiben. Die Referent:innen berichten aus der Praxis der Europa-Universität Viadrina, wo im Rahmen eines Reformprozesses neue, direkte und niedrigschwellige Partizipationsformate erprobt wurden. Ziel ist es, eine breitere, responsivere Einbindung von Studierenden in hochschulpolitische Entscheidungen zu ermöglichen.
Die Referent:innen empfehlen Hochschulen, direkte Beteiligungsformate als Ergänzung zu klassischen Gremien zu etablieren, um eine breitere und responsivere Studierendenstimme zu ermöglichen. Konkrete Handlungsempfehlungen:
Botschaft: Student Engagement gelingt, wenn es kontextsensibel, inklusiv und partnerschaftlich gestaltet wird – und wenn Hochschulen bereit sind, tradierte Strukturen zu hinterfragen.
Es liegen keine wissenschaftlichen Daten vor, jedoch gibt es quantitative Indikatoren wie die Nutzung von Social-Media-Kanälen (Instagram, Telegram, WhatsApp) und die Teilnehmerzahlen der Workshops. Ziel ist es, durch eine Vielzahl an Angeboten eine größere Reichweite zu erzielen als über klassische Gremien.
Der Kulturwandel ist ein laufender Prozess, der unter anderem durch die Etablierung des Amtes der studentischen Vizepräsidentschaft vorangetrieben wird. Ziel ist es, eine Infrastruktur zu schaffen, in der die studentische Stimme in Gremien mehr auf Augenhöhe wahrgenommen wird und eine Relevanz für Transformationsprozesse erhält.
Ein Beispiel sind die Gremienvernetzungskonferenzen, die oft als studentisch organisierte Wochenendveranstaltungen stattfinden. Diese dienen dazu, alle studentischen Gremien zu verbinden, Aufgaben zu klären und die Koordination von Strategien und Projekten zu verbessern.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Student Engagement Strategie | Ein konzeptioneller Ansatz zur systematischen und responsiven Einbindung von Studierenden in die Hochschulgovernance über klassische Gremien hinaus. |
| Repräsentative Beteiligung | Indirekte Form der Mitwirkung, bei der gewählte Einzelpersonen oder Gremien wie das Studierendenparlament die Interessen einer größeren Gruppe vertreten. |
| Direkte Beteiligung | Niedrigschwellige Partizipationsformate wie Pop-up-Stände oder Online-Umfragen, die eine unmittelbare Meinungsäußerung der Studierenden ermöglichen. |
| Hochschulgovernance | Die Struktur und die Prozesse der Steuerung und Entscheidungsfindung innerhalb einer Hochschule. |
| Reformforce-Fonds | Ein finanzieller Pool, aus dem Mittel für eigene Projektideen von Studierenden und Hochschulmitarbeitenden zur Umsetzung von Reformen bereitgestellt werden. |
| Gremienvernetzungskonferenz | Ein Format zum Austausch zwischen verschiedenen studentischen Vertretungsorganen, um Strategien zu koordinieren und Informationsverluste zu vermeiden. |
| Bottom-up-Ansatz | Ein iteratives Vorgehen, bei dem zunächst kleine Experimente und Formate ausprobiert werden, bevor daraus eine übergeordnete Strategie entwickelt wird. |
| Partizipationsmatrix | Ein Raster zur Einordnung verschiedener Beteiligungsstufen, von der reinen Information über Konsultation bis hin zur Ko-Konstruktion. |
mindmap
root)Student Engagement Strategie für Hochschulen(
["Ergänzung repräsentativer Gremien"]
["Niedrigschwellige direkte Formate"]
["Workshops in studentischen Räumen"]
["Pop-up-Stände für spontane Meinungen"]
["Multikanal-Kommunikation"]
["Social Media (Reels, Moodle)"]
["Einfache Sprache & visuelle Aufbereitung"]
["Wiederholte Ansprache (3 Kontakte)"]
["Methodenmix für Partizipation"]
["Workshops zu Themen wie KI"]
["Online-Umfragen per QR-Code"]
["Finanzielle Anreize (Reformforce-Fonds)"]
["Zusammenarbeit auf Augenhöhe"]
["Studierende in Konzeptionsphase einbinden"]
["Gleichberechtigte Partnerschaft"]
["Höhere Akzeptanz durch Mitgestaltung"]
["Vernetzung studentischer Gruppen"]
["Regelmäßige Vernetzungstreffen"]
["Koordination von Strategien"]
["Vermeidung von Doppelstrukturen"]
["Iteratives Vorgehen"]
["Kleine Experimente starten"]
["Lernprozesse nutzen"]
["Erfolgreiche Formate skalieren"]