Was Studierende wirklich wollen: Learning Analytics im Co-Design entwickeln
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📚 Student Voices Studierende definierten essenzielle Anforderungen wie die manuelle Erfassung von Offline-Lernzeiten und die Vermeidung demotivierender Rückstandsanzeigen. Zudem realisierten sie das Projekt im Rahmen eines Informatik-Praktikums technisch als Moodle-Plugin, wodurch das Tool konsequent „von Studierenden für Studierende“ entwickelt wurde.
„Drei ganz wichtige Prinzipien für uns sind da zum einen Freiwilligkeit, also dass Lehrende und Studierende das ganz freiwillig nutzen können eine transparente Kommunikation und natürlich auch die Datenschutz Konformität.“
„Zentrale Ergebnisse waren hier eben jetzt vor allen Dingen von Studierendenseite sind es jetzt hier Sachen, dass sone Anwendung natürlich einfach verständlich und sehr, sehr transparent sein muss, dass sie dann genutzt wird. Also es darf keine blinden Flecken irgendwie geben.“
„Wenn sone Anwendung von Studierenden für Studierende quasi entwickelt wird, dass das eben dann auch das Vertrauen eben in die Transparenz und auch die Fairness des Systems deutlich deutlich stärkt.“
Die Session stellt ein Projekt der TU Darmstadt vor, das Learning Analytics (LA) nutzerzentriert und partizipativ entwickelt. Im Fokus steht die Frage, wie Studierende als primäre Zielgruppe aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden werden können, um ein bedarfsgerechtes Learning-Analytics-Dashboard zu entwickeln. Der Ansatz folgt dem Prinzip des Co-Designs, bei dem Studierende ihre Perspektiven, Nutzungsszenarien und Anforderungen direkt einbringen. Das Ergebnis ist ein prototypisches Moodle-Plugin, das im Rahmen eines Informatik-Praktikums von Studierenden für Studierende umgesetzt wurde.
Das Projekt der TU Darmstadt zeigt, dass die aktive Einbindung von Studierenden in den Entwicklungsprozess von Learning-Analytics-Tools zu bedarfsgerechten, transparenten und motivierenden Lösungen führt. Der Co-Design-Ansatz stärkt das Vertrauen in die Fairness und Nützlichkeit des Systems und ermöglicht die frühzeitige Identifikation von Risiken (z. B. demotivierende Effekte). Die prototypische Umsetzung als Moodle-Plugin demonstriert, wie digitale Lehr-Lern-Werkzeuge von Studierenden für Studierende entwickelt werden können.
Nein, der Fortschritt wird an die jeweilige Aktion angepasst; so zählen beispielsweise auch die Abgabe von Materialien oder das Abschließen eines Quizzes als erledigt.
Der Kursfortschritt bezieht sich nur auf das laufende Semester und wird zu Semesterbeginn zurückgesetzt.
Die Umsetzung erfolgte im Rahmen eines Pflichtpraktikums (Teamprojekt Softwareentwicklung), bei dem Studierende Projekte aus einem Katalog auswählen konnten. Zudem gab es wichtige Impulse durch den studentischen E-Learning Beirat.
Das Plugin wurde komplett selbst entwickelt, wobei die Entwickler eine Moodle-Developer-Umgebung nutzten und sich an der Architektur anderer Plugins inspirieren ließen.
Nein, diese Funktion wurde in der aktuellen Umsetzung noch nicht implementiert; es werden anonymisierte Daten aller Teilnehmer eines Kurses herangezogen.
Aktuell befindet sich das Plugin in der Planung für eine interne Pilotierung. Langfristig ist geplant, es öffentlich zur Verfügung zu stellen, sofern die Tests erfolgreich verlaufen.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Learning Analytics | Die Auswertung und Analyse von Daten aus digitalen Lehr- und Lernprozessen, um diese begleitend und zeitnah zu fördern und zu verbessern. |
| Co-Design | Ein partizipativer Entwicklungsprozess, bei dem die Zielgruppe, in diesem Fall Studierende, aktiv in die Gestaltung und Anforderungsdefinition eines Werkzeugs eingebunden wird. |
| Trusted Learning Analytics | Ein in Hessen entwickelter Verhaltenskodex, der die datenschutzkonforme und ethische Umsetzung von Learning-Analytics-Systemen sicherstellt. |
| Moodle-Plugin | Eine prototypische technische Erweiterung der Lernplattform Moodle, die als interaktives Dashboard zur Visualisierung des Lernfortschritts dient. |
| Peer Score | Ein anonymisierter Vergleichswert, der die eigene Aktivität in einem Kurs in Relation zu den Aktivitäten der Kommilitoninnen und Kommilitonen setzt. |
| Mock-ups | Erste visuelle Entwürfe und Gestaltungsoptionen für die Benutzeroberfläche des Dashboards, die im Co-Design-Workshop erarbeitet wurden. |
| Gamifizierung | Die Integration spieltypischer Elemente, wie beispielsweise motivierende Emojis, die sich je nach Lernfortschritt verändern. |
| Teamprojekt Softwareentwicklung (TPSE) | Ein Informatik-Praktikum an der TU Darmstadt, in dem Studierende in Gruppen reale Softwareprojekte für Auftraggeber umsetzen. |
mindmap
root)Learning Analytics im Co-Design(
["Nutzerzentrierter Co-Design-Ansatz"]
["Einbindung Studierender als Zielgruppe"]
["Workshop-Format für Nutzungsszenarien"]
["Anforderungskatalog & Mock-ups"]
["Bedürfnisse der Studierenden"]
["Transparenz & Verständlichkeit"]
["Manuelle Eingabemöglichkeiten"]
["Kontrolle über Daten & KI-Unterstützung"]
["Funktionalitäten des Prototyps"]
["Kursübersicht mit Fortschrittsbalken"]
["Priorisierte To-do-Liste & Gewichtung"]
["Peer-Vergleich & Gamifizierung"]
["Praktische Umsetzung"]
["Teamprojekt Softwareentwicklung"]
["Moodle-Datenbank & Semesterbezug"]
["270 Arbeitsstunden pro Studierendem"]
["Prinzipien der Implementierung"]
["Freiwilligkeit & Datenschutz"]
["Transparente Kommunikation"]
["Vermeidung demotivierender Effekte"]